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18.08.2012
08:44

Tansania-Reisebericht vom 17.08.12

Christine
Hallo, mit vollem Bauch sitze ich hier. Tumaini hat mal wieder super gekocht. Neben Ugali gab es Okraschoten, Erbsen, Kraut, Karotten und Gurken. Irme trommelt schon ganz fleißig ihre Ugalitrommel (Bauch). Das System, wie man hier als Lehrer auftritt, finde ich nach wie vor befremdlich, aber durch den Unterricht entsteht Kontakt zu den Kindern, die immer wieder kommen und Fragen stellen. Besonders interessant wird es, wenn ich ihnen etwas von Deutschland erzähle. Als ich ihnen umgerechnet habe, dass man bei uns das 10fache für eine Banane zahlen muss, waren sie total erstaunt und meinten, dass sie sich ein Leben in Deutschland nie leisten könnten. Die Ratten sind zur Volkszählung nach Kibaoni gegangen, deshalb ist das Haus hier absolut rattenfrei.

Nun noch eine kurze Impression von Tumaini, von mir übersetzt:-)
Tumaini
Ich genieße es sehr mit den „Mzungus“. Ich denke, dass ich schon ganz gut in Deutsch bin. Ich habe schon die Kiste fertig gemacht, in der mich Christine nach Deutschland bringen wird. Wie wir das mit dem Übergepäck machen, müssen wir uns noch überlegen. Bis bald.


Christoph
Inzwischen habe ich mich hier richtig eingewöhnt und finde unser Afrika-Abenteuer richtig toll. Computerarbeiten hier sind sehr mühsam zeitaufwendig weil die Datenverbindung nur über GPRS geht (die Nerds unter euch wissen, wie langsam das ist). So wird die Installation eines Print-Servers zum Tag füllendem Programm. Das Leben hier mit der großen Gruppe und Tumaini ist echt witzig und wir haben sehr viel Spass zusammen. Erick hat heute während dem Lunch echt den Mega-Joke gebracht, der sich aber leider nicht so einfach wiedergeben lässt – super schön, dass er und Tumaini wirklich immer offener werden und rumalbern, was nach meinem Empfinden hier glaube ich sehr unüblich ist.

Hannelore - „zugereist“ am 11.08.2012
Was für ein besonderer Augenblick als auf unserm Flug nach Tanzania die Küste Nordafrikas in unser Blickfeld kommt. Einige Stunden später begrüßt uns ein freudestrahlender Erick am Flughafen, ein riesiger Baobab -Baum, Palmen, farbenprächtige Bougainvilleen und das Rauschen des Indischen Ozeans in unserem Hotel in Dar Es Salaam. Es ist unser zweiter Besuch in Tanzania, und ich bin gespannt, welche Eindrücke wir dieses Mal mitnehmen werden.
Nun ist fast schon eine Woche vorbei, und wir wohnen nach kurzem - aber dank Ericks Begleitung – vielfarbigem Eindruck in DAR im wunderschönen Gästehaus auf dem Gelände der DMS. Gleich zu Beginn gibt es einige unangenehme Überraschungen zu schlucken, aber wir sind ja nicht hier um Urlaub zu machen, sondern um mitzuhelfen Probleme gemeinsam zu lösen.Zum Glück gibt es inzwischen gute Lösungsansätze.
Mein erster Eindruck: es ist vieles noch schöner geworden und Tumaini vewöhnt uns jeden Tag mit excellentem Essen. Damit es nachts nicht zu ruhig wird, geigt uns eine Zikade eine kleine tanzanische Nachtmusik. Lala salaama, liebe Freunde in Ujeromani!


Manfred – ebenfalls „zugereist“ am 11.08.2012
Für mich sind neben den vielen landschaftlichen Eindrücken die interessanten Begegnungen mit den Menschen wichtig – mit Erick und seinen Mitarbeiterinnen, den Lehrern/innen, dem „Headmaster“, den Schülern/innen. Folgende Begegnungen waren eindrücklich:
*
Besuch in der deutschen Botschaft in Dar zu fünft inkl. Erick am 13.8., erfolgversprechendes Gespräch mit einer Botschaftssekretärin aus Karlsruhe wegen einer größeren vierstelligen Förderung für die geplanten zwei neuen Schulräume, Gruppenfoto durch eine Botschaftsmitarbeiterin aus Esslingen.
*
Unerwarteter Besuch durch einen sehr kompetenten Massai- Viehbesitzer in unserem Gästehaus. Sein Sohn ist Schüler an der DMS. Seine Freunde finanzieren mehrere Schüler. Er hält sehr viel von „unserer“ Schule und will die Entwicklung unterstützen. Er ist in Begleitung eines spanischen Mitarbeiters einer spanischen Hilfsorganisation, die ebenfalls einen Schüler finanziert. *
Heute (17.8.) Rundfahrt mit der ganzen Gruppe und mit Erick unter der Leitung von Tumaini zu mehreren ehemaligen Teilnehmern der Short-Courses (beruflichen Kurse), Besuch von Farmern


Amy
Nun sind wir wirklich in Afrika angekommen – heute waren wir mitten drin im dörflichen bunten Alltag, umgeben von neugierigen großen Kinderaugen, Hühnern und Schweinen, rauchendem Feuer, zahllosen Menschen, bunten Dukas (Lädchen), Geschrei „Jambo“ und lautstarkes Gedröhn aus Lautsprechern, „karibu“ im Dorf Tangeni, in den Ulugulu Bergen. Tumaini stellte uns die Leute von den Short Course Gruppen vor und wir wurden fröhlich begrüßt und mit Getränken verwöhnt. Es ist eine segensreiche Arbeit, die Tumaini macht, sie führte uns zu Feldern mit Gemüseanbau, die Menschen aus den Kursen bewirtschaften. Stolz zeigten sie uns ihre Früchte und wir sahen, wie mühsam sie ihre Felder bearbeiten. Einer bewacht sein Paprikafeld Tag und Nacht, er schläft in einer kleinen Hütte auf dem Acker. Mit Beuteln voll Bananen, Paprika und Auberginen kamen wir erschöpft von den vielen Eindrücken in Melela an. Es wird uns wahrlich nicht langweilig, ich habe alle Bänke rot gestrichen, sie sehen jetzt wunderschön aus. Christine kam gerade aus dem Englischunterricht zurück, die Kinder lieben sie sehr. Elke und Manfred erstellen gerade eine Inventarliste von den Materalien im Physiklager, mal sehen, was noch da ist... Tumaini kocht und unterhält sich mit Siegfried (jüngster Sohn von Josef), der auf ein Besüchle vorbeigekommen ist. Siggi, Stefan und Chris arbeiten an der Computervernetzung im Büro, was sich als schwieriges Unterfangen herauskristallisiert. Die im März gepflanzten Mangobäume sind alle angewachsen und die Ratten nach Kibaoni ausgewandert und bis jetzt nicht wiedergekommen. Wir sind wieder eine klasse Gruppe, alle gesund und munter, dank eurer Gebete. Morgen wollen wir nach Morogoro zum Shopping und Schwarzwälderkirschtorteessen bei Riccis, unseren Schweizer Freund Harald besuchen und Abends treffen wir uns nochmals mit Ingrid und ihrem Chef, der uns wichtige Informationen über Schule und Entwicklung geben wird, wir sind gespannt, Tansania ist sehr anders und so schön!


Elke & Stefan – ebenfalls zugereist am 11.08.2012
(Bericht von Elke, da Stefan noch am Arbeiten ist)
Zum ersten Mal in Afrika und somit auch erstmals in Tansania! Alle mündlichen Erzählungen von erfahrenen Melela-Reisenden und auch die Lektüre von Reiseliteratur konnten uns nur unvollständig auf all die Eindrücke und Erfahrungen vorbereiten, die wir hier seit einer knappen Woche sammeln dürfen.Eindrücke eines Landes,das reich an Schönheiten der Natur und insbesondere an freundlichen Menschen ist.
Um all die Erfahrungen, die unsere lieben Mitreisenden schon geschildert haben, zu verarbeiten, nutze ich seit langer Zeit mal wieder ein Tagebuch und genieße am Abend die letzte Stunde draußen auf der Terrasse unter einem wunderbaren, weiten afrikanischen Himmel. Mit Stefans Hilfe und seiner Himmelskarte wird es uns heute vielleicht sogar gelingen, nicht nur die Milchstraße und das Sternbild des Schwans, sondern sogar das Kreuz des Südens zu finden. Das ist gar nicht so einfach, denn der Himmel steht hier Kopf!

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Reisebericht vom 29.08.15

Hallo Ihr Lieben!

Endlich haben wir den Computer ausgepackt und deshalb kommt jetzt auch mal ein Beitrag von uns vier Eiseles: Alex, 44, Lehrer und Allroundtalent; Jutta, 45, Heilpraktikerin; Sarah, noch 15 und ab September 11. Klasse; Joshua, 13 und fast 8. Klasse.

Letzten Sonntag sind wir von Melela (Schulstandort) mit dem "Daladala" (Minibus) nach Morogoro (nächste Stadt) nahe dem Ulugulu (Berg) gefahren. Ihr seht also, Kiswahili ist ganz einfach.

Obwohl wir zunächst etwas traurig waren, dass unsere Gruppe nur aus unserer Familie besteht, sind wir nun doch ganz dankbar, denn unsere Kids haben super Kontakt gefunden zu den Jungs und Mädels hier, was wahrscheinlich etwas anders gewesen wäre, wenn noch andere junge Deutsche hier wären.

Zum Teil gehen sie in den Unterricht und ansonsten sizen sie viel beieinander, einfach zum Reden, bei Workshops, beim Essen...

Leider sprechen viele der 8.- und 9.- Klässler noch nicht gut Englisch, da sie bis zur 7. Klasse ausschließlich in Kiswahili unterrichtet werden. Da ab der 8. Klasse dann aber der ganze Unterricht auf einmal fast komplett auf Englisch unterrichtet wird, haben viele massive Probleme.

Vor 3 Tagen hatte der Generator einen "Schwächeanfall" und dann hat auch noch die Wasserpumpe den Geist aufgegeben. Mittlerweile funktioniert alles wieder - mal sehen wie lange. Alex macht das Reparieren und die Zusammenarbeit mit Japhet (Hausmeister) große Freude. Wir haben auch schon bei einigen Lehrern den Unterricht besucht, und viele sind sehr willig, Neues zu hören. Die Schulsysteme sind sehr unterschiedlich, auch die Art der Bestrafung. Aufgewühlt hat uns, dass es im Schulsystem Tanzanias wohl üblich ist, Kinder mit schlechten Klassenarbeitsergebnissen mit dem Stock nach draußen zu treiben und sie dort dann noch einige Zeit knien zu lassen. Wir haben das Gespräch zu jenem Lehrer gesucht und (auf Anraten Eriks) gefragt, was er denn tue, damit die Kinder dann wissen, was denn richtig gewesen wäre. Dabei haben wir einfließen lassen, dass der Lehrer in Deutschland z.B. nach Ausgabe der Klassenarbeiten eine Besprechung macht und dabei erklärt, welches die richtige Antwort gewesen wäre und warum. Wer weiß, vielleicht nimmt er es sich ja zu Herzen.

Was uns sehr freut und zum Teil auch beschämt ist zum Einen die Genügsamkeit und zum Anderen das geistliche Leben hier.

Freitags fasten viele Kinder 24 Stunden und treffen sich während der Essenszeit zum Beten. Aber damit noch nicht genug: Abends wird dann weitergebetet und gesungen bis in den frühen Morgen (Alex hat sie noch um halb vier in der Frühe gehört).

Gestern waren es ca. 180 (von insgesamt ca. 280) und das, obwohl Freitag einer der Tage ist, wo es ein kleines Stückchen Fleisch (seeeehr beliebt!) gibt.

Es gibt immer was zu tun, mal machen wir Besuche (Saningo Familie, Krankenschwester...), dann sind wieder "Workshops" (z.B. Flöte lernen, Reparieren, PC,  Holzarbeit, Erste Hilfe...) oder Ausflüge (Massaimarkt, Stadt, heute Safari!) an der Reihe.

Der Bau (Küche und Mensa) geht langsam aber stetig voran, dank den fleißigen Bauarbeitern und Harald, dem Schweizer Architekten. Mit ihm werden wir uns morgen etwas länger treffen.

So viel für heute, alles Liebe Eure Eiseles

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