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18.02.2016
10:33

2016-02-18 TZ Reisebericht 3

Reisebericht 3
Jambo miteinander!
Wir haben Wasser, sogar von oben aus der Duschbrause. Dank einer guten Teamarbeit mit dem Fundi, Japhet und unseren Käbseles-Männer aus Schwaben, die wissen wie die Käbele gelegt gehören, heißt es Wasser Marsch!
Heute hat eine große Gruppe das Daladala genommen und wir sind auf den Markt. Baumarktshopping und jede Menge Gemüse stand auf unserer Einkaufsliste. Mit unserer Chefeinkäuferin Tumaini sind wir zu den besten Ständen der City gezogen. Wie es sich für Ladies gehört, konnten wir keinen Halt an dem Laden mit den tollen Stoffen machen. Wenn ihr jetzt denkt, das wars? Dann ist das weit gefehlt...Selbstverständlich ging es mit den Stoffen ab zum Schneider und wir Damen wurden vermessen und schauten im Lookbuch nach Designs, welche jetzt für uns genäht werden. Unsere tapferen männlichen Begleiter überbrückten solange mit einer Cola.
Im Anschluss ging es rasch weiter mit unseren Workshops und dem Videodreh. Wir wollen euch noch kurz ein Geheimnis anvertrauen. Japhet, das Herz der Schule, der sich hier um die Hausmeisteraufgaben kümmert, ist in Wirklichkeit ein Musiker und so war heute beim Filmteam ein Drehtag mit Japhet dem singenden Hausmeister auf der ToDo Liste. Zum Sonnenuntergang waren dann mehrere Drehorte und Outfitwechsel im Kasten. (Lea und Jan)
Auch die Workshoper gaben Vollgas! Die Webrahmen wurden heute von Jule und ihren Mädels fertiggestellt und müssen morgen noch bespannt werden. Dann kann endlich mit dem Weben von persischen Teppichen begonnen werden. Die Jungs vom Vocational Training arbeiten momentan an der Modernisierung der Bänke auf dem Schulgelände, Staubwolke liegt in der Luft, da so viele fleißige Helfer bereit sind, die Raspeln und Hobel zu schwingen. Die Schüler/innen kommen scharenweise, um mit anzupacken und so geht es zügig voran. (Jule, Christian und Stefan)
Die Englisch Workshops sind sehr gut besucht, der gut ausgedachte Plan, die Kinder in verschiedenen Niveau einzustufen, ging leider nicht auf. Trotz dieser Hindernisse liegt unsere Freude am Englisch lernen auf einer Stufe und alle machen sehr gerne mit. Anschließend geht es mit Britischen Spielen wie zum Beispiel Gummi Twist, Seilspringen und Klatschlieder weiter. Nach diesem abwechslungsreichen Programm gehen alle glücklich auseinander. (Sue)
Wie gut, dass es uns allen gesundheitlich gut geht. Wir leiden unter der schwülen Hitze und sind so dankbar, dass wir jetzt genügend Wasser haben. Heute ist großer Waschtag auf afrikanische Weise. Wir dürfen eintauchen in eine fremde Kultur, die uns fasziniert, manchmal irritiert, aber auf jeden Fall eine große Bereicherung für uns alle ist. (Amy)
Die Bauarbeiten an der Kantine gehen sehr zügig voran. Jeden Tag sieht man deutliche Fortschritte. In den nächsten Tagen wird die Holzdecke fertiggestellt und die Fenster eingesetzt. Sieht echt super aus. Mit Erick führen wir viele gute Gespräche über  Aufgabenbereiche, Entlastungsmöglichkeiten für seine viel zu viele Tätigkeiten. Aber es erfordert viel Geschick und Beachtung der afrikanischen "Leiterkultur". (siggi)

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Reisebericht vom 29.08.15

Hallo Ihr Lieben!

Endlich haben wir den Computer ausgepackt und deshalb kommt jetzt auch mal ein Beitrag von uns vier Eiseles: Alex, 44, Lehrer und Allroundtalent; Jutta, 45, Heilpraktikerin; Sarah, noch 15 und ab September 11. Klasse; Joshua, 13 und fast 8. Klasse.

Letzten Sonntag sind wir von Melela (Schulstandort) mit dem "Daladala" (Minibus) nach Morogoro (nächste Stadt) nahe dem Ulugulu (Berg) gefahren. Ihr seht also, Kiswahili ist ganz einfach.

Obwohl wir zunächst etwas traurig waren, dass unsere Gruppe nur aus unserer Familie besteht, sind wir nun doch ganz dankbar, denn unsere Kids haben super Kontakt gefunden zu den Jungs und Mädels hier, was wahrscheinlich etwas anders gewesen wäre, wenn noch andere junge Deutsche hier wären.

Zum Teil gehen sie in den Unterricht und ansonsten sizen sie viel beieinander, einfach zum Reden, bei Workshops, beim Essen...

Leider sprechen viele der 8.- und 9.- Klässler noch nicht gut Englisch, da sie bis zur 7. Klasse ausschließlich in Kiswahili unterrichtet werden. Da ab der 8. Klasse dann aber der ganze Unterricht auf einmal fast komplett auf Englisch unterrichtet wird, haben viele massive Probleme.

Vor 3 Tagen hatte der Generator einen "Schwächeanfall" und dann hat auch noch die Wasserpumpe den Geist aufgegeben. Mittlerweile funktioniert alles wieder - mal sehen wie lange. Alex macht das Reparieren und die Zusammenarbeit mit Japhet (Hausmeister) große Freude. Wir haben auch schon bei einigen Lehrern den Unterricht besucht, und viele sind sehr willig, Neues zu hören. Die Schulsysteme sind sehr unterschiedlich, auch die Art der Bestrafung. Aufgewühlt hat uns, dass es im Schulsystem Tanzanias wohl üblich ist, Kinder mit schlechten Klassenarbeitsergebnissen mit dem Stock nach draußen zu treiben und sie dort dann noch einige Zeit knien zu lassen. Wir haben das Gespräch zu jenem Lehrer gesucht und (auf Anraten Eriks) gefragt, was er denn tue, damit die Kinder dann wissen, was denn richtig gewesen wäre. Dabei haben wir einfließen lassen, dass der Lehrer in Deutschland z.B. nach Ausgabe der Klassenarbeiten eine Besprechung macht und dabei erklärt, welches die richtige Antwort gewesen wäre und warum. Wer weiß, vielleicht nimmt er es sich ja zu Herzen.

Was uns sehr freut und zum Teil auch beschämt ist zum Einen die Genügsamkeit und zum Anderen das geistliche Leben hier.

Freitags fasten viele Kinder 24 Stunden und treffen sich während der Essenszeit zum Beten. Aber damit noch nicht genug: Abends wird dann weitergebetet und gesungen bis in den frühen Morgen (Alex hat sie noch um halb vier in der Frühe gehört).

Gestern waren es ca. 180 (von insgesamt ca. 280) und das, obwohl Freitag einer der Tage ist, wo es ein kleines Stückchen Fleisch (seeeehr beliebt!) gibt.

Es gibt immer was zu tun, mal machen wir Besuche (Saningo Familie, Krankenschwester...), dann sind wieder "Workshops" (z.B. Flöte lernen, Reparieren, PC,  Holzarbeit, Erste Hilfe...) oder Ausflüge (Massaimarkt, Stadt, heute Safari!) an der Reihe.

Der Bau (Küche und Mensa) geht langsam aber stetig voran, dank den fleißigen Bauarbeitern und Harald, dem Schweizer Architekten. Mit ihm werden wir uns morgen etwas länger treffen.

So viel für heute, alles Liebe Eure Eiseles

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