T3BLOG

23.02.2012
17:22

Reisebericht vom 23.02.12

Liebe Freunde, bwana asifiwe!
Nach einem ruhigen Flug mit sehr knappem Zwischenaufenthalt in Doha, fantastischem Blick auf den Kilimanjaro sind wir gestern um acht Uhr morgens in DAR gelandet. Beim Aussteigen hat uns schwülheiße Luft fasst umgehauen. Herzlich wurden wir von Erick begrüsst und mit einem kleinen Bus fuhren wir nach Melela. Wir haben uns im Gästehaus eingerichtet und einen kleinen Rundgang durchs Gelände gemacht. Zu mehr waren wir nicht fähig, wir waren einfach zu müde. Nun bekommt ihr von jedem ein kleines Er-Lebenszeichen:
Siegbert: In dieser Jahreszeit ist alles frisch und grün. Das tut richtig gut. Wir wurden freudig begrüsst von Lehrern und Schülern. Heute fanden wichtige Gespräche mit den Lehrern statt um eine vertrauensvolle Basis für unsere unterschiedlichen Aufgaben zu schaffen.
Raphael:
Hallo meine lieben Freunde und Verwandte
Wir sind gut angekommen.
Alles hier ist wahnsinnig eindrucksvoll.
Wir haben heute eine Dusche im warmen Regen genommen was bei der Hitze wie ein Geschenk war, man ist immer und überall am schwitzen.
Wir haben heute uns dem Kollegium vorgestellt und unsere Aufgaben verteilt ich werde vermutlich morgen dann mit Manuel den Werkunterricht starten.
Sonst ist es einfach nur traumhaft schön.

Liebe Grüße aus Tansania


Manuel: Hallo alle miteinander! Hakuna matata!!!! Mein Motto für diese 4 wochen im wunderschönen Afrika.
Ich habe mich jetzt schon super eingelebt und freue mich auf die folgenden Tage und die dazugehörende Aufgaben
An alle die es mir gegönnt hätten vier Wochen im Zelt zu schlafen.......pech gehabt, denn wir haben doch Ein Zimmer im Gästehaus bekommen und zu meiner Begeisterung sogar ein Dreierzimmer für Raphael, mich und einer Ratte die uns regelmäßig zur Abendzeit besucht und sich nicht einfangen lassen will!
Aber wie dem auch sei das Leben ist schön!!!!
Viele Liebe Grüsse an alle die das hier Lesen und bis bald!!! Ihr werdet von mir hören


Regine: Hallo alle miteinander! Nachdem ich den 15 Stündigen Flug mit insgesamt drei Starts und drei Landungen gut überlebt habe(wobei ich mich in einem Tranceartigen Zustand befand) fange ich jetzt langsam an mich hier einzuleben. Heute Morgen musste ich zum ersten Mal improvisieren indem ich aus Mangel an Brot, Pfannkuchen mit Hilfe von Milchpulver gebacken habe!
Spontan schloss ich mich Raphael dem heiteren Gewitterduschen an und habe dabei aus schwäbischer-Afrikanischer Sparsamkeit meine Bluse gewaschen. Viele liebe Grüsse an alle in der WHa und die das hier lesen.
Weitere Nachrichten folgen in den nächsten Tagen.

Fe: Alles ist fremd, faszinierend und überwältigend. Aber viele Schülerinnen und Schüler sind hier, und ab morgen bin ich wieder "berufstätig". Ich bin gespannt und freue mich.

Michael: Hallo ihr lieben zuhause jetzt kommen noch einige medizinmännische Beobachtungen: auch ich bin begeistert und habe die ersten Eindrücke von den liebenswerten Menschen hier gewonnen. Die Begrüßung heute vor dem Lehrerkollegium war sehr herzlich und wir empfanden dass sich alle auf uns und unsere Arbeit wirklich freuen. Der Händedruck von jedem sprach mehr als alle Worte. Für die gesundheitlichen Belange unserer Crew ist auch eine Medizin spät abends willkommen.
Ich freue mich auf die kommenden Tage

Willi: Auch ich möchte von meiner Zeitreise berichten die vom frostigen Deutschland, ins warme Tansania geführt hat. Auch ist es spannend für uns, obwohl wir in einem noblen Haus untergebracht sind, reicht der Strom heute Abend, geht das Wasser auch wieder aus? Nun sind wir gespannt was uns die weiteren Tage bringen werden.
Amy: mein schönstes Erlebnis heute war die wunderbare erfrischende Regendusche, die Natur blüht auf, alles ist grün, die Abkühlung tut uns allen so gut. Vor allem die Mädchen kommen freudig herzlich auf mich zu, es tut so gut, wieder hier zu sein, wir sind gespannt, was wir alles erleben....danke für eure Gebete, wir freuen uns auf ein Lebenszeichen aus der Heimat!

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Reisebericht vom 29.08.15

Hallo Ihr Lieben!

Endlich haben wir den Computer ausgepackt und deshalb kommt jetzt auch mal ein Beitrag von uns vier Eiseles: Alex, 44, Lehrer und Allroundtalent; Jutta, 45, Heilpraktikerin; Sarah, noch 15 und ab September 11. Klasse; Joshua, 13 und fast 8. Klasse.

Letzten Sonntag sind wir von Melela (Schulstandort) mit dem "Daladala" (Minibus) nach Morogoro (nächste Stadt) nahe dem Ulugulu (Berg) gefahren. Ihr seht also, Kiswahili ist ganz einfach.

Obwohl wir zunächst etwas traurig waren, dass unsere Gruppe nur aus unserer Familie besteht, sind wir nun doch ganz dankbar, denn unsere Kids haben super Kontakt gefunden zu den Jungs und Mädels hier, was wahrscheinlich etwas anders gewesen wäre, wenn noch andere junge Deutsche hier wären.

Zum Teil gehen sie in den Unterricht und ansonsten sizen sie viel beieinander, einfach zum Reden, bei Workshops, beim Essen...

Leider sprechen viele der 8.- und 9.- Klässler noch nicht gut Englisch, da sie bis zur 7. Klasse ausschließlich in Kiswahili unterrichtet werden. Da ab der 8. Klasse dann aber der ganze Unterricht auf einmal fast komplett auf Englisch unterrichtet wird, haben viele massive Probleme.

Vor 3 Tagen hatte der Generator einen "Schwächeanfall" und dann hat auch noch die Wasserpumpe den Geist aufgegeben. Mittlerweile funktioniert alles wieder - mal sehen wie lange. Alex macht das Reparieren und die Zusammenarbeit mit Japhet (Hausmeister) große Freude. Wir haben auch schon bei einigen Lehrern den Unterricht besucht, und viele sind sehr willig, Neues zu hören. Die Schulsysteme sind sehr unterschiedlich, auch die Art der Bestrafung. Aufgewühlt hat uns, dass es im Schulsystem Tanzanias wohl üblich ist, Kinder mit schlechten Klassenarbeitsergebnissen mit dem Stock nach draußen zu treiben und sie dort dann noch einige Zeit knien zu lassen. Wir haben das Gespräch zu jenem Lehrer gesucht und (auf Anraten Eriks) gefragt, was er denn tue, damit die Kinder dann wissen, was denn richtig gewesen wäre. Dabei haben wir einfließen lassen, dass der Lehrer in Deutschland z.B. nach Ausgabe der Klassenarbeiten eine Besprechung macht und dabei erklärt, welches die richtige Antwort gewesen wäre und warum. Wer weiß, vielleicht nimmt er es sich ja zu Herzen.

Was uns sehr freut und zum Teil auch beschämt ist zum Einen die Genügsamkeit und zum Anderen das geistliche Leben hier.

Freitags fasten viele Kinder 24 Stunden und treffen sich während der Essenszeit zum Beten. Aber damit noch nicht genug: Abends wird dann weitergebetet und gesungen bis in den frühen Morgen (Alex hat sie noch um halb vier in der Frühe gehört).

Gestern waren es ca. 180 (von insgesamt ca. 280) und das, obwohl Freitag einer der Tage ist, wo es ein kleines Stückchen Fleisch (seeeehr beliebt!) gibt.

Es gibt immer was zu tun, mal machen wir Besuche (Saningo Familie, Krankenschwester...), dann sind wieder "Workshops" (z.B. Flöte lernen, Reparieren, PC,  Holzarbeit, Erste Hilfe...) oder Ausflüge (Massaimarkt, Stadt, heute Safari!) an der Reihe.

Der Bau (Küche und Mensa) geht langsam aber stetig voran, dank den fleißigen Bauarbeitern und Harald, dem Schweizer Architekten. Mit ihm werden wir uns morgen etwas länger treffen.

So viel für heute, alles Liebe Eure Eiseles

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