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24.08.2012
06:54

TZ Reiseberich vom 23.8.2012

Reisebericht vom 23.8.2012

Christine

Habari (sollte mit einem gerollten "r" ausgesprochen werden). Ich hoffe, dass ihr alle so laut und fröhlich wie die Tanzanier hier ein nzuri ruft (für die Aussprache des "r" siehe oben). Unser Aufenthalt neigt sich so langsam dem Ende zu. Die Zeit läuft weg und die Aufgaben werden nicht weniger. Dafür wird das Wasser weniger. Wir hatten drei Tage lang kein fließendes Wasser. Als wir gestern nach dem Mikumi nach Hause kamen, war dann die kalte Dusche eine wahre Wohltat. Wie dankbar wird man da, wenn man an zu Hause denkt und den Luxus, den wir dort jeden Tag vorfinden. Eine Spülmaschine, die nur ein und ausgeräumt werden muss und nicht nur einen Schapf voll Wasser, der für den Abwasch reichen muss --> was nach der richtigen Einweisung möglich ist, wie ich heute Morgen erfolgreich bewiesen habe :-) Die Moskitos scheinen mich richtig in ihr Herz geschlossen zu haben. Nachdem ich am Anfang meine Ruhe hatte, fliegen sie jetzt regelrecht auf mich. Leider erwische ich sie oft erst nach dem Stich, das sollte ich noch etwas optimieren.
Sehr beeindruckend war gestern der Besuch im Mikumi Nationalpark. Zebras und Impalas haben wir viele gesehen, die anderen Tiere waren eher versteckt und sehr weit weg. Neben uns vier Kammermeyers waren noch Tumaini, Rehema und Diana (Ericks Frau und Tochter) dabei, was bei unserer Sprachenwahl zu ganz kreativen Sätzen geführt hat. "Schau, eine twiga, ganz nah." Wir wechseln ständig zwischen Deutsch, Englisch und Swahili hin und her und mischen die Sprachen auch fröhlich. Als Sigi am Sonntag Ericks Katze fotografieren wollte als sie beim Essen bettelte und am Sofa hochsprang, hat er das Mischen zur Perfektion getrieben: ein Satz, drei Wörter, drei verschiedene Sprachen: "Paka mach's again." Nachdem wir die letzten Tage viel unterwegs waren, sind wir heute mal wieder an der Schule, business as usual. Unterricht vorbereiten, heute Nachmittag dann Unterricht und Wäsche waschen (da wir ja jetzt wieder Wasser haben).

Amy

Es geht uns richtig gut hier in Melela, die Kinder haben uns ins Herz geschlossen und wir sie. Wir lernen mit Tumaini fleißig Kisuaheli, Der Nachtwächter Malaki, eingehüllt in einem warmen Umhang, schaut jeden Abend nach uns und wir können unsere neuen Worte gleich anwenden, er müht sich mit deutschen Wörtern... gute Nacht... usiku muema, lala salama. Wir erleben jeden Tag viele, Überraschungen. Am Sonntag waren wir bei Erick und seiner Frau Rehema zum Essen eigeladen. Es war herrlich, der Tisch war beladen mit Schüsseln und Töpfen, gefüllt mit afrikanischen Köstlichkeiten. Die Cousinen halfen beim Servieren und zogen sich kichernd zurück in die winzige Küche. Wir verbrachten einen schönen Nachmittag miteinander. Heute war Augenia mit Deborah (Josefs Frau und Tochter) da, sie brachten uns als Gastgeschenk zwei lebende Hühner mit. Das Nachtmahl war für die einen herrlich, die andern verzichteten lieber auf Fleisch. Beeindruckend war ein Besuch bei der Masaifamilie, die ca 1 km entfernt von der Schule wohnen. Christine und Tumaini als Übersetzerin begleiteten mich. Rosa und ihr Mann Saningo grüßen sehr herzlich alle Freunde in Deutschland, Rosa vermisst Angelika, die mit ihr die Frauengruppe geleitet hat sehr. Nabluu (Tochter), hat sich über den Brief von ihren Paten gefreut. Der Tag im Mikumi Nationalpark war wunderschön, wir haben nicht so viele Tiere gesehen, aber die Stimmung, die Wolken, die Landschaft, die Luft waren atemberaubend. Gott sei Lob und Dank für all das, was wir hier erleben und mit allen Sinnen genießen dürfen. Ich hatte mit den Patenkindern ein nettes meeting im Gästehaus, es waren nicht alle da, weil nur die Kinder von Form 2 und Form 4 an der Schule sind wegen der Volkszählung. Heute sind viele Kinder abgereist, auch wir werden am Sonntag, wenn wir im Kipepeo in DAR sind, mitgezählt Die Schüler sitzen heute alle in Gruppen unter schattigen Bäumen und lernen auf ihre Prüfung am Montag. Martha, eine Schülerin fragte mich, ob in Deutschland die Kinder auch im Freien lernen. Sie wollen viel über Deutschland wissen und bedauern es jetzt schon, wenn wir am Samstag abreisen. Danke für eure Gebete und die ermutigenden mails. Stefan
Heute Abend haben Christoph und ich wieder mal frei. Gestern Abend sind wir beim Einrichten der vernetzten Computer so lange in dem Verwaltungsgebäude der Schule verhockt, bis die Akkus der Solaranlage ihren Dienst quittierten und uns im Dunkeln sitzen ließen. Es war halb elf und eh Zeit, ins Bett zu gehen. Heute haben wir unsere Arbeiten an den Computern im Büro von Morogoro fortgesetzt. Obgleich dort der Strom nicht aus einem bemitleidenswerten, weil hochbelasteten Akku einer Solaranlage kam, quittierte auch dort das Stromnetz gegen Abend seinen Dienst und wir konnten uns von Erik wieder nach Melela schippern lassen. Morgen machen wir, so Gott und die örtlichen Elektrizitätswerke wollen, weiter. Auch ich war, wie meine Vor-Autoren im Mikumi Nationalpark. Zusammen mit Elke, Hannelore und Manfred verbrachte ich zwei Nächte im "Vuma Hills Camp", einer wunderschönen Hotelanlage, die von der Hauptstraße leicht mit einem Jeep erreicht werden kann, welcher jedoch, sofern er, wie unserer, keine Fenster hat, schnell fahren muss, damit die Schwärme von TseTse-Fliegen abgehängt werden. Wir hatten die Möglichkeit, mehrere Fahrten in den Park zu machen und konnten so unglaublich viele Eindrücke sammeln. Jede Fahrt hatte einen anderen Höhepunkt, wovon natürlich die Tatsache, dass wir bei der letzten Fahrt noch Löwen aufstöbern konnten, von unseren Guides als absolute Spitze eingestuft wurde. Aber auch Elefanten auf der Entfernung eines ausgestreckten Rüssels, beim Grasen beobachten zu können, war extrem eindrücklich. Als Afrika-Neuling muss ich mir immer wieder bewusst machen, wo ich mich hier gerade herumtreibe. Die Schatten sind am Tag ungewöhnlich kurz, bei Nacht erkennt man die Sternbilder nicht mehr, nichts ist gewöhnlich hier. Selbst die Computer funktionieren hier nur, wenn alles gut läuft. Und wenn gerade Strom in der Leitung ist.

Hannelore

Im letzten Bericht habe ich euch verraten, wie uns eine Zikade das Einschlafen versüßt. Nun sollt Ihr erfahren wie wir geweckt werden. Um 5 Uhr früh - das ist die Zeit, zu der die Schüler aufstehen müssen, weckt uns unüberhörbar die Schulglocke, die aus einer alten Autofelge und einem Stock besteht. Ich finde diese Art von Recycling sehr originell, ist aber wohl aus der Not geboren. Inzwischen wissen wir, dass es auch an anderen Schulen keine "echte" Glocke gibt. Da Tanzania sehr nahe am Äquator liegt, ist es zu dieser Zeit noch stockdunkel, nur die zwei Hähne des Schuldirektors krähen mit dem dong dong dong der scool-bell um die Wette. Das ist jedoch nicht der einzige naturnahe Wecker: ab 6 Uhr müssen die Schuler alle Wege und Plätze (auch das Areal um das Gästehaus) fegen. Das hat den Sinn, dass, das Unkraut so nachhaltig gestört wird, dass es gar keine Lust hat zu wachsen. Das ganz leicht kratzende Geräusch ums Haus und das leise Kichern der Mädchen sagt uns, dass es draußen anfängt hell zu werden.
Inzwischen bin ich zu Elkes Vermessungsassistentin geworden. Wir vermessen das ganze Schulgelände einschließlich aller Gebäude und, woran Frauen natürlich auch denken: einschließlich aller Blumenbeete und Rabatten.
Manfred

Hannelores Bericht möchte ich noch in einem Punkt ergänzen: Die normale Weckzeit an der DMS ist zwar 5 Uhr, Seit dem Beginn unseres Aufenthalts an der DMS sind aber auch noch ca. 40 Casfeta-Abiturienten einer High-School hier mit einigen Lehrern als Gäste anwesend, um sich intensiv auf die Abitur-Prüfungen im Herbst vorzubereiten. Sie lernen von 8 Uhr bis 22 Uhr und haben dann von ca. 3.30 Uhr bis 5.00 Uhr Worship mit sehr lautem Gesang ca. 20 Meter vom Gästehaus entfernt. Von wegen Nachtruhe bis 5.00 Uhr. Des isch halt Afrika!
Gestern war großer Besuchtag bei uns: Zuerst kam unsere "Patentocher" Deborah (21 J) mit ihrer Mutter Augenia (Ehefrau des verstorbenen Casfeta-Gründers Joseph Justine). Sie brachten uns als Gastgeschenk zwei lebende Hühner (die von Tumaini am Abend sehr schmackhaft im Topf serviert wurden) und einen großen von Eugenia geflochtenen Bastteppich. Deborah studiert an der Universität Dodoma "Business and Finance" und kommt im Herbst ins 3. von 6 Semestern.
Nach ihnen erschien Msegu Mselemo (21 J.), der vor zwei Jahren als Bester der DMS die Form 4 beendete und bis zum Februar 2013 an einer staatl. Internatsschule das Abitur ablegen wird. Sein an der DMS noch bestehendes Augenleiden hat sich nach mehrfachen Untersuchungen in Dar als Folge des Mangels an bestimmten Mineralstoffen herausgestellt. Dank geeigneter Mineraltabletten hat er jetzt keine Probleme mehr. Es war ein herzliches Wiedersehen mit allen Personen.

Siegbert
Nun tauch ich auch mal wieder aus der Versenkung einer riesigen Todoliste, verbunden mit der hohen Kunst des Improvisierens auf. Stündlich wechseln die Herausforderungen ab und ich bin sehr froh, dass doch so einiges dann doch wieder funktioniert. Z.B. der Generator, der mit nahezu selbstmörderischer Intuition von den Schülern mißhandelt wurde und jetzt nach 2 tägiger Suche doch mit den richtigen wieder fit ist. Oder das Chaos im Werkraum, der nun wieder unter großem Einsatz von 2 Schülern, little Erick und Michael, ordentlich aussieht, Anlegen von Inventarlisten über die verbliebenen Werkzeuge, Austauschen von Wasserhähnen (es leckt überall, Reparatur von Steckdosen und ....jetzt hör ich auf mit dem Aufzählen. Nur die Solarbatterien sind nicht mehr bereit richtig mitzumachen. Sie sind leider am Ende und liefern nicht einmal mehr genügend Strom für Licht am Abend. Das ist ein sehr ernstes Problem, das wir von zuhause aus noch lösen müssen. Ich werde mich am letzten Tag vor unserer Abreise in Daressalam in einigen Geschäften noch umsehen. Ansonsten staunen wir mal wieder wie Gott ein perfektes Team zusammengestellt hat. Jeder ist mit seinen Gaben genau richtig. Wir ergänzen und ermutigen uns "kabisa" (sehr gut). Erick hat das Vertrauen von allen. Der Austausch und die Offenheit ist sehr gut und trägt wesentlich dazu bei dass die deutsch- tansanische Verbindung noch mehr gefestigt wird. Wir tauchen tiefer hinein in die afrikanische Kultur und Erick schätzt die Unterstützung von seinen deutschen rafikis (Freunden).
Morgen ist unser letzter Tag in Melela. Dann freuen wir und noch auf 3 Tage am Meer, besonders auch darüber, dass Ericks Familie und auch unsere Perle Tumaini dabei sein können.

18.08.2012
08:44

Tansania-Reisebericht vom 17.08.12

Christine
Hallo, mit vollem Bauch sitze ich hier. Tumaini hat mal wieder super gekocht. Neben Ugali gab es Okraschoten, Erbsen, Kraut, Karotten und Gurken. Irme trommelt schon ganz fleißig ihre Ugalitrommel (Bauch). Das System, wie man hier als Lehrer auftritt, finde ich nach wie vor befremdlich, aber durch den Unterricht entsteht Kontakt zu den Kindern, die immer wieder kommen und Fragen stellen. Besonders interessant wird es, wenn ich ihnen etwas von Deutschland erzähle. Als ich ihnen umgerechnet habe, dass man bei uns das 10fache für eine Banane zahlen muss, waren sie total erstaunt und meinten, dass sie sich ein Leben in Deutschland nie leisten könnten. Die Ratten sind zur Volkszählung nach Kibaoni gegangen, deshalb ist das Haus hier absolut rattenfrei.

Nun noch eine kurze Impression von Tumaini, von mir übersetzt:-)
Tumaini
Ich genieße es sehr mit den „Mzungus“. Ich denke, dass ich schon ganz gut in Deutsch bin. Ich habe schon die Kiste fertig gemacht, in der mich Christine nach Deutschland bringen wird. Wie wir das mit dem Übergepäck machen, müssen wir uns noch überlegen. Bis bald.


Christoph
Inzwischen habe ich mich hier richtig eingewöhnt und finde unser Afrika-Abenteuer richtig toll. Computerarbeiten hier sind sehr mühsam zeitaufwendig weil die Datenverbindung nur über GPRS geht (die Nerds unter euch wissen, wie langsam das ist). So wird die Installation eines Print-Servers zum Tag füllendem Programm. Das Leben hier mit der großen Gruppe und Tumaini ist echt witzig und wir haben sehr viel Spass zusammen. Erick hat heute während dem Lunch echt den Mega-Joke gebracht, der sich aber leider nicht so einfach wiedergeben lässt – super schön, dass er und Tumaini wirklich immer offener werden und rumalbern, was nach meinem Empfinden hier glaube ich sehr unüblich ist.

Hannelore - „zugereist“ am 11.08.2012
Was für ein besonderer Augenblick als auf unserm Flug nach Tanzania die Küste Nordafrikas in unser Blickfeld kommt. Einige Stunden später begrüßt uns ein freudestrahlender Erick am Flughafen, ein riesiger Baobab -Baum, Palmen, farbenprächtige Bougainvilleen und das Rauschen des Indischen Ozeans in unserem Hotel in Dar Es Salaam. Es ist unser zweiter Besuch in Tanzania, und ich bin gespannt, welche Eindrücke wir dieses Mal mitnehmen werden.
Nun ist fast schon eine Woche vorbei, und wir wohnen nach kurzem - aber dank Ericks Begleitung – vielfarbigem Eindruck in DAR im wunderschönen Gästehaus auf dem Gelände der DMS. Gleich zu Beginn gibt es einige unangenehme Überraschungen zu schlucken, aber wir sind ja nicht hier um Urlaub zu machen, sondern um mitzuhelfen Probleme gemeinsam zu lösen.Zum Glück gibt es inzwischen gute Lösungsansätze.
Mein erster Eindruck: es ist vieles noch schöner geworden und Tumaini vewöhnt uns jeden Tag mit excellentem Essen. Damit es nachts nicht zu ruhig wird, geigt uns eine Zikade eine kleine tanzanische Nachtmusik. Lala salaama, liebe Freunde in Ujeromani!


Manfred – ebenfalls „zugereist“ am 11.08.2012
Für mich sind neben den vielen landschaftlichen Eindrücken die interessanten Begegnungen mit den Menschen wichtig – mit Erick und seinen Mitarbeiterinnen, den Lehrern/innen, dem „Headmaster“, den Schülern/innen. Folgende Begegnungen waren eindrücklich:
*
Besuch in der deutschen Botschaft in Dar zu fünft inkl. Erick am 13.8., erfolgversprechendes Gespräch mit einer Botschaftssekretärin aus Karlsruhe wegen einer größeren vierstelligen Förderung für die geplanten zwei neuen Schulräume, Gruppenfoto durch eine Botschaftsmitarbeiterin aus Esslingen.
*
Unerwarteter Besuch durch einen sehr kompetenten Massai- Viehbesitzer in unserem Gästehaus. Sein Sohn ist Schüler an der DMS. Seine Freunde finanzieren mehrere Schüler. Er hält sehr viel von „unserer“ Schule und will die Entwicklung unterstützen. Er ist in Begleitung eines spanischen Mitarbeiters einer spanischen Hilfsorganisation, die ebenfalls einen Schüler finanziert. *
Heute (17.8.) Rundfahrt mit der ganzen Gruppe und mit Erick unter der Leitung von Tumaini zu mehreren ehemaligen Teilnehmern der Short-Courses (beruflichen Kurse), Besuch von Farmern


Amy
Nun sind wir wirklich in Afrika angekommen – heute waren wir mitten drin im dörflichen bunten Alltag, umgeben von neugierigen großen Kinderaugen, Hühnern und Schweinen, rauchendem Feuer, zahllosen Menschen, bunten Dukas (Lädchen), Geschrei „Jambo“ und lautstarkes Gedröhn aus Lautsprechern, „karibu“ im Dorf Tangeni, in den Ulugulu Bergen. Tumaini stellte uns die Leute von den Short Course Gruppen vor und wir wurden fröhlich begrüßt und mit Getränken verwöhnt. Es ist eine segensreiche Arbeit, die Tumaini macht, sie führte uns zu Feldern mit Gemüseanbau, die Menschen aus den Kursen bewirtschaften. Stolz zeigten sie uns ihre Früchte und wir sahen, wie mühsam sie ihre Felder bearbeiten. Einer bewacht sein Paprikafeld Tag und Nacht, er schläft in einer kleinen Hütte auf dem Acker. Mit Beuteln voll Bananen, Paprika und Auberginen kamen wir erschöpft von den vielen Eindrücken in Melela an. Es wird uns wahrlich nicht langweilig, ich habe alle Bänke rot gestrichen, sie sehen jetzt wunderschön aus. Christine kam gerade aus dem Englischunterricht zurück, die Kinder lieben sie sehr. Elke und Manfred erstellen gerade eine Inventarliste von den Materalien im Physiklager, mal sehen, was noch da ist... Tumaini kocht und unterhält sich mit Siegfried (jüngster Sohn von Josef), der auf ein Besüchle vorbeigekommen ist. Siggi, Stefan und Chris arbeiten an der Computervernetzung im Büro, was sich als schwieriges Unterfangen herauskristallisiert. Die im März gepflanzten Mangobäume sind alle angewachsen und die Ratten nach Kibaoni ausgewandert und bis jetzt nicht wiedergekommen. Wir sind wieder eine klasse Gruppe, alle gesund und munter, dank eurer Gebete. Morgen wollen wir nach Morogoro zum Shopping und Schwarzwälderkirschtorteessen bei Riccis, unseren Schweizer Freund Harald besuchen und Abends treffen wir uns nochmals mit Ingrid und ihrem Chef, der uns wichtige Informationen über Schule und Entwicklung geben wird, wir sind gespannt, Tansania ist sehr anders und so schön!


Elke & Stefan – ebenfalls zugereist am 11.08.2012
(Bericht von Elke, da Stefan noch am Arbeiten ist)
Zum ersten Mal in Afrika und somit auch erstmals in Tansania! Alle mündlichen Erzählungen von erfahrenen Melela-Reisenden und auch die Lektüre von Reiseliteratur konnten uns nur unvollständig auf all die Eindrücke und Erfahrungen vorbereiten, die wir hier seit einer knappen Woche sammeln dürfen.Eindrücke eines Landes,das reich an Schönheiten der Natur und insbesondere an freundlichen Menschen ist.
Um all die Erfahrungen, die unsere lieben Mitreisenden schon geschildert haben, zu verarbeiten, nutze ich seit langer Zeit mal wieder ein Tagebuch und genieße am Abend die letzte Stunde draußen auf der Terrasse unter einem wunderbaren, weiten afrikanischen Himmel. Mit Stefans Hilfe und seiner Himmelskarte wird es uns heute vielleicht sogar gelingen, nicht nur die Milchstraße und das Sternbild des Schwans, sondern sogar das Kreuz des Südens zu finden. Das ist gar nicht so einfach, denn der Himmel steht hier Kopf!

13.08.2012
12:40

Reisebericht vom 13.08.12

Christine
Am Freitag habe ich zum ersten Mal den Englischunterricht besucht. Andrew ist zwar sehr engagiert, aber das System ist einfach furchtbar. Es wird nicht viel erklärt, sondern auswendig gelernt, zum Teil auch Falsches. Es geht nicht darum eine grammatikalische Struktur zu verstehen, deshalb gibt es auch immer wildes Rätselraten, wenn die Schüler einen Satz vervollständigen sollen. Eine Schülerin hat sehr zu meiner Erkenntnis beigetragen als sie mir erkärte: We have to learn the answers. Ich sage meinen Schülern in Deutschland immer, dass es nicht darum geht auswendig zu lernen, sondern den Stoff zu verstehen → This is Africa. Zur Nachhilfe am Freitag Nachmittag sind 15 Kinder gekommen, die dann aber auch mitgemacht haben.
Heute hatte ich ein Gespräch mit Andrew, in dem er mir gesagt hat, dass die Schüler zu ihm gekommen sind und gesagt haben, dass sie die neue Grammatik verstanden hätten, nachdem die Madam Christine ihnen das erklärt hatte. Statt einer Regel an der Tafel habe ich einfach ein paar Tische im Klassenzimmer herumgeschoben und das Ganze veranschaulicht.
Ich wusste ja, dass man als Mzungu etwas besonderes ist, trotzdem fand ich es sehr unangenehm als mir fünf Kinder gleichzeitig durchs Haar gestreichelt haben und an meinem Pferdeschwanz gezogen haben. Ähnlich ging es mir, als wir die Frau des Schulleiters besucht haben und sie mich an der Hand in ihr Haus geführt hat. Erst als ich auf einem Sessel im Wohnzimmer saß, hat sie meine Hand losgelassen. Auf der anderen Seite profitiert man natürlich auch davon ein Mzungu zu sein. Im Daladala bekommt man immer einen Sitzplatz, egal wie voll es ist.


Amy
Bwana asifiwe- heute, Sonntag erlebten wir einen 3stündigen Gottesdienst in Morogoro, danach waren wir zum Ugali-Essen bei Tumaini in ihrer kleinen 2-Zimmer Wohnung eingeladen. Wir haben uns mit Ingrid Walz getroffen, sie war bei dem Unfall von Martin im Auto, hat mit schweren Knochenbrüchen überlebt und ist seit April wieder als Religionspädagogin in Morogoro. Wir wollen mit ihr nächste Woche die Lutheran Secondary School anschauen. Die Dalla Dalla Fahrt haben wir überlebt, es war atemberaubend, etwa 30 Leute eng gepackt, Chris und Christine sind jetzt afrikatauglich! Die zweite Gruppe ist gut in DAR angekommen und werden morgen zu uns stoßen, dann ist das Gästehaus mit 8 Personen gut ausgelastet. Wir sind dankbar, dass es uns allen so gut geht, danke für eure Gebete und mails.


Christoph
Wir sind heute morgen extra mit dem 10 Uhr Dalla-Dalla gefahren, weil der „nicht so voll“ ist – wir waren dann auch „nur“ ca. 30 Leute in einem alten Dihatsu-Bussle, aber mein Rollstuhl hat astrein reingepasst. Auf jeden Fall eine Afrika-Erfahrung, die unbedingt sein muss.


Siggi
Je nach Einstellung gibt es immer etwas zu tun, oder auch nicht. Ich gehöre zu den ersteren und bin immer irgendwie beschäftigt. Sorgen bereitet die Solaranlage, genauer gesagt die Batterie, die wohl wegen den sehr hohen Temperaturen so langsam den Geist aufgibt. Dazu kommt, dass es zwar sehr trocken und angenehm warm ist (nachts ca 20 Grad, tagsüber ca 28), aber trotzdem sehr bewölkt ist. Heute haben wir erstmals den ganzen Tag Sonne. Ansonsten ist doch einiges los an der Schule, trotz der Ferienzeit. Ca 150 Schüler lernen auf ihre Prüfungen unter Anleitung der Lehrer. Darunter sind ca 20 Schüler von CASFETA Gruppen aus anderen Schulen. Die bringen ziemlich frischen Wind mit durch ihre häüfigen Worship und Gebetstreffen auch zu ungewohnten Zeiten, z.B. nachts um 1 Uhr oder um 4 Uhr in der Früh. Wenn abends der Strom ausgeht, dann singen sie halt im Dunkeln weiter, mehrstimmig und das ist wirklich schön.

09.08.2012
18:49

Tansania-Reisebericht vom 9.8.2012

Unser erster Reisebericht aus Tansania 9.8.2012

Christine

Ihr Lieben zu Hause, noch gibt es nicht so viel für mich zu tun, aber Erick kümmert sich heute darum, deshalb sitze ich oft vor der Türe und schau mich ein bisschen um. Heute ist eine Eidechse an der Außenwand hinaufgeklettert und am Dach in das Zimmer rein. Die Eidechsen fressen die Moskitos, sind also lebende "Nobites". Karibu und ahsante sana, liebe Eidechse, schlag dir nur den Bauch voll. Gestern habe ich die drei wichtigsten Regeln gelernt. 1. Es gibt keinen Plan. 2. Sammle Wasser, solange es Wasser gibt. 3. Als Gast darfst du niemals pünktlich sein. Manche dieser Regeln fallen mir nicht so leicht :-) Aber, wie hier alle so schön sagen: This is Africa. Tumaini ist eine gute Kisuahelilehrerin. Ich lerne fleißig meine Vokabeln und werde auch ab und zu abgefragt. Zur Zeit sind es hauptsächlich Hauptwörter, die das Essen betreffen, aber ein bisschen Smalltalk ist schon möglich. Witzig dabei ist, dass wir ständig zwischen drei Sprachen hin und her wechseln.
Christoph

so langsam gewöhne ich mich an den Rhythmus, mit dem hier in Afrika Dinge vorangehen - alles braucht drei mal so lang wie gedacht oder geplant. Trotzdem ist es überhaupt nicht langweilig. Mein Etappenziel, der Schule mittels Mobilfunk einen Internetzugang zu verschaffen, braucht wohl auch noch ein bisschen, weil sich im Handyladen in Morogoro niemand damit auskennt. Immerhin haben wir jetzt einen sinnvollen Tarif gefunden, mit dem das gehen könnte. Erick ist happy mit all den Laptops, die sich hier im Gästehaus zum Einrichten stapeln (vielen Dank an Michael Gress für die super Vorarbeit).
Das Gästehaus hier ist super und komfortabler, als ich mir das vorgestellt habe - trotzdem bin ich mir noch nicht 100% sicher, wie "afrikatauglich" ich bin. Moskitonetz-Einstieg und eiskalt duschen (Siggi behauptet, es wären 28°, aber das kann nicht sein), sind für mich schon ganz schön "challenging"...
Aber Spaß macht's trotzdem und ich genieße den dauernden Sprach-Mix aus deutsch, eglisch und kisuaheli und freue mich das es seit heute "Tools" zur "Verschärfung" des eigentlich leckeren Essens gibt.

Amy
karibu sana - es ist so schön, wieder hier zu sein, fast wie zu Hause komme ich mir vor, in unserem schönen Simba - Zimmer, geborgen unter dem Moskitonetz mit dem Blick auf das herrliche Grasdach und, ihr werdet es kaum glauben, ohne Ratten!!! Wir genießen das leckere Essen, liebevoll zubereitet von Tumaini. Mein erster Eindruck war die braune, vertrocknete Landschaft, die staubtrockene Erde, trotz Bewölkung kein Regen, ein angenehmes Lüftchen, nachts angenehme Abkühlung. Viele Students freuen sich, uns wieder zu sehen und fragen nach all den anderen Freunden aus Ugeromany. Heute hat Christine ihre erste Dalla-Dallafahrt überlebt, wir waren auf dem Markt und haben schöne Stoffe gekauft. Bis jetzt ist es gemütlich, es geht langsam - pole pole... aber des isch Afrika!!!
Siggi
Als alter Tansania-Hase gibt es doch immer wieder Neues, nette und auch weniger nette Überraschungen bzw große Herausforderungen. Da bin ich sehr dankbar, dass das Vertrauensverhältnis zu Erick seit seinem Deutschlandbesuch noch stärker gewachsen ist. So können wir jetzt alles gemeinsam angehen und er ist sehr froh wirklich gute, konstruktiv mitarbeitende und Mut machende Freunde zu haben. Wir sehen mehr und mehr auch hinter die Kulissen und wir sind froh hnd dankbar, dass wir dies alles vor Gott bringen dürfen, der uns ja diese Aufgabe anvertraut hat. Bitte betet für uns um Weisheit, Schutz und Liebe zu den Menschen. Dies gilt besonders für die Schulentwicklung, Schulleitung und Schüler. Aber auch für Erick, dass er die Kraft bekommt alle Aufgaben mit den richigen Prioritäten auf die Reihe zu bekommen.

Reisebericht vom 29.08.15

Hallo Ihr Lieben!

Endlich haben wir den Computer ausgepackt und deshalb kommt jetzt auch mal ein Beitrag von uns vier Eiseles: Alex, 44, Lehrer und Allroundtalent; Jutta, 45, Heilpraktikerin; Sarah, noch 15 und ab September 11. Klasse; Joshua, 13 und fast 8. Klasse.

Letzten Sonntag sind wir von Melela (Schulstandort) mit dem "Daladala" (Minibus) nach Morogoro (nächste Stadt) nahe dem Ulugulu (Berg) gefahren. Ihr seht also, Kiswahili ist ganz einfach.

Obwohl wir zunächst etwas traurig waren, dass unsere Gruppe nur aus unserer Familie besteht, sind wir nun doch ganz dankbar, denn unsere Kids haben super Kontakt gefunden zu den Jungs und Mädels hier, was wahrscheinlich etwas anders gewesen wäre, wenn noch andere junge Deutsche hier wären.

Zum Teil gehen sie in den Unterricht und ansonsten sizen sie viel beieinander, einfach zum Reden, bei Workshops, beim Essen...

Leider sprechen viele der 8.- und 9.- Klässler noch nicht gut Englisch, da sie bis zur 7. Klasse ausschließlich in Kiswahili unterrichtet werden. Da ab der 8. Klasse dann aber der ganze Unterricht auf einmal fast komplett auf Englisch unterrichtet wird, haben viele massive Probleme.

Vor 3 Tagen hatte der Generator einen "Schwächeanfall" und dann hat auch noch die Wasserpumpe den Geist aufgegeben. Mittlerweile funktioniert alles wieder - mal sehen wie lange. Alex macht das Reparieren und die Zusammenarbeit mit Japhet (Hausmeister) große Freude. Wir haben auch schon bei einigen Lehrern den Unterricht besucht, und viele sind sehr willig, Neues zu hören. Die Schulsysteme sind sehr unterschiedlich, auch die Art der Bestrafung. Aufgewühlt hat uns, dass es im Schulsystem Tanzanias wohl üblich ist, Kinder mit schlechten Klassenarbeitsergebnissen mit dem Stock nach draußen zu treiben und sie dort dann noch einige Zeit knien zu lassen. Wir haben das Gespräch zu jenem Lehrer gesucht und (auf Anraten Eriks) gefragt, was er denn tue, damit die Kinder dann wissen, was denn richtig gewesen wäre. Dabei haben wir einfließen lassen, dass der Lehrer in Deutschland z.B. nach Ausgabe der Klassenarbeiten eine Besprechung macht und dabei erklärt, welches die richtige Antwort gewesen wäre und warum. Wer weiß, vielleicht nimmt er es sich ja zu Herzen.

Was uns sehr freut und zum Teil auch beschämt ist zum Einen die Genügsamkeit und zum Anderen das geistliche Leben hier.

Freitags fasten viele Kinder 24 Stunden und treffen sich während der Essenszeit zum Beten. Aber damit noch nicht genug: Abends wird dann weitergebetet und gesungen bis in den frühen Morgen (Alex hat sie noch um halb vier in der Frühe gehört).

Gestern waren es ca. 180 (von insgesamt ca. 280) und das, obwohl Freitag einer der Tage ist, wo es ein kleines Stückchen Fleisch (seeeehr beliebt!) gibt.

Es gibt immer was zu tun, mal machen wir Besuche (Saningo Familie, Krankenschwester...), dann sind wieder "Workshops" (z.B. Flöte lernen, Reparieren, PC,  Holzarbeit, Erste Hilfe...) oder Ausflüge (Massaimarkt, Stadt, heute Safari!) an der Reihe.

Der Bau (Küche und Mensa) geht langsam aber stetig voran, dank den fleißigen Bauarbeitern und Harald, dem Schweizer Architekten. Mit ihm werden wir uns morgen etwas länger treffen.

So viel für heute, alles Liebe Eure Eiseles

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