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23.02.2016
10:37

2016-02-23 TZ Reisebericht 4

Reisebericht 4
Jambo miteinander!
Heute wollen wir uns wieder einmal melden. Es gibt so viel zu berichten. Wir erlebten am Sonntag eine wunderschöne Safari im Mikumi National Park mit herrlichen Tieren. Wir konnten nur staunen über Gottes wunderbare Schöpfung. Wir sahen große Elefantenfamilien und Impala-Herden. Die herrlichen Massaigiraffen hatten den Überblick über Zebras und Gnus dazwischen stolzierten Störche, die sich bald auf die Reise nach Europa machen. Wir erfreuten uns an den lustigen Warzenschweinen mit ihren Antennenschwänzchen und beneideten die faulen Hippos in ihrem kühlen Pool. Wir sahen bunte Vögel und Schakale.    In der Abenddämmerung lauschten wir dem Gebrüll eines Löwen. Tief bewegt von allen Eindrücken machten wir uns auf den Heimweg.
Wir wachsen als Team immer mehr zusammen und staunen, wie sich jeder mit seinen Gaben und Fähigkeiten einbringt. In den Workshops ergeben sich immer tiefere Gespräche mit den Kindern, die sichtlich auftauen. Wir haben die Bänke auf dem Schulgelände erneuert und den morschen Balken am Gästehaus repariert. Die neue Halle macht große Fortschritte, Harald macht seinen Fundis Dampf, damit wir Ende der Woche noch ein paar schöne Bilder machen können. Mit Erick können wir viele gute Gespräche führen, die uns einerseits in die komplizierte hierarchische Denkweise der afrikanischen Kultur hineinführen, andererseits müssen wir eine Ebene des Vertrauens schaffen, um einander zu verstehen um dann auch konkrete Schritte zu gehen. Das ist nicht einfach und braucht viel Zeit und Geduld.
Unsere Zeit hier in Melela neigt sich dem Ende zu und wir denken schon mit Wehmut an den Abschied. Für alle war die Zeit hier ein starkes und unvergessliches Erlebnis. Vielen Dank für eure Gebete und die Grüße, über die wir uns sehr gefreut haben. Wir werden am Samstag nach DAR fahren und noch zwei Tage am Indischen Ozean verbringen.
Mungu awabariki - Gott segne euch
Amy (Irmgard) und Team

18.02.2016
10:33

2016-02-18 TZ Reisebericht 3

Reisebericht 3
Jambo miteinander!
Wir haben Wasser, sogar von oben aus der Duschbrause. Dank einer guten Teamarbeit mit dem Fundi, Japhet und unseren Käbseles-Männer aus Schwaben, die wissen wie die Käbele gelegt gehören, heißt es Wasser Marsch!
Heute hat eine große Gruppe das Daladala genommen und wir sind auf den Markt. Baumarktshopping und jede Menge Gemüse stand auf unserer Einkaufsliste. Mit unserer Chefeinkäuferin Tumaini sind wir zu den besten Ständen der City gezogen. Wie es sich für Ladies gehört, konnten wir keinen Halt an dem Laden mit den tollen Stoffen machen. Wenn ihr jetzt denkt, das wars? Dann ist das weit gefehlt...Selbstverständlich ging es mit den Stoffen ab zum Schneider und wir Damen wurden vermessen und schauten im Lookbuch nach Designs, welche jetzt für uns genäht werden. Unsere tapferen männlichen Begleiter überbrückten solange mit einer Cola.
Im Anschluss ging es rasch weiter mit unseren Workshops und dem Videodreh. Wir wollen euch noch kurz ein Geheimnis anvertrauen. Japhet, das Herz der Schule, der sich hier um die Hausmeisteraufgaben kümmert, ist in Wirklichkeit ein Musiker und so war heute beim Filmteam ein Drehtag mit Japhet dem singenden Hausmeister auf der ToDo Liste. Zum Sonnenuntergang waren dann mehrere Drehorte und Outfitwechsel im Kasten. (Lea und Jan)
Auch die Workshoper gaben Vollgas! Die Webrahmen wurden heute von Jule und ihren Mädels fertiggestellt und müssen morgen noch bespannt werden. Dann kann endlich mit dem Weben von persischen Teppichen begonnen werden. Die Jungs vom Vocational Training arbeiten momentan an der Modernisierung der Bänke auf dem Schulgelände, Staubwolke liegt in der Luft, da so viele fleißige Helfer bereit sind, die Raspeln und Hobel zu schwingen. Die Schüler/innen kommen scharenweise, um mit anzupacken und so geht es zügig voran. (Jule, Christian und Stefan)
Die Englisch Workshops sind sehr gut besucht, der gut ausgedachte Plan, die Kinder in verschiedenen Niveau einzustufen, ging leider nicht auf. Trotz dieser Hindernisse liegt unsere Freude am Englisch lernen auf einer Stufe und alle machen sehr gerne mit. Anschließend geht es mit Britischen Spielen wie zum Beispiel Gummi Twist, Seilspringen und Klatschlieder weiter. Nach diesem abwechslungsreichen Programm gehen alle glücklich auseinander. (Sue)
Wie gut, dass es uns allen gesundheitlich gut geht. Wir leiden unter der schwülen Hitze und sind so dankbar, dass wir jetzt genügend Wasser haben. Heute ist großer Waschtag auf afrikanische Weise. Wir dürfen eintauchen in eine fremde Kultur, die uns fasziniert, manchmal irritiert, aber auf jeden Fall eine große Bereicherung für uns alle ist. (Amy)
Die Bauarbeiten an der Kantine gehen sehr zügig voran. Jeden Tag sieht man deutliche Fortschritte. In den nächsten Tagen wird die Holzdecke fertiggestellt und die Fenster eingesetzt. Sieht echt super aus. Mit Erick führen wir viele gute Gespräche über  Aufgabenbereiche, Entlastungsmöglichkeiten für seine viel zu viele Tätigkeiten. Aber es erfordert viel Geschick und Beachtung der afrikanischen "Leiterkultur". (siggi)

15.02.2016
16:01

2016-02-2125 TZ Reisebericht

Jambo miteinander!
Wieder einmal ein Lebenszeichen aus Afrika. Es geht uns allen gut. Wir haben immer noch kein Brunnenwasser. So langsam wird es kritisch, weil jetzt auch alle Regenwasserzisternen leer sind. Wir entwickeln gerade Strategien zum Wassersparen. Amy (Irmgard) kam heute Morgen mit nur vier Schapf Wasser aus zum Duschen. Sue brauchte nur einen halben Schapf, sie hat eine sehr sparsame Waschlappenmethode erfunden. Stefan brauchte gar kein Wasser, weil er sich gar nicht gewaschen hat. Jan`s Vorschlag, das Zahnputzwasser zum Klospülen zu verwenden, bereitete Lea hatte ein schlechtes Gewissen: sie schluckt inzwischen die Zahnpaste ohne Wasser hinunter... Ihr glaubt gar nicht, mit wie wenig Wasser man auskommen kann! Fakt ist: die neue Wasserpumpe ist schon wieder kaputt. Jetzt sind Siggi, Rudi, Jan und Japhet (der Hausmeister an der DMS) am Heraustüfteln, wo das Problem liegt. Bitte betet für uns, dass wir bald wieder Wasser haben, auch die 250 Schüler brauchen dringend Wasser!
Gestern sind wir von einer langen "Safari" (Reise) wohlbehalten heimgekehrt. Am Samstagmorgen fuhren wir alle zusammen mit Erick in einem gemieteten Dala-Dala (Kleinbus) nach Dodoma, der Hauptstadt von Tansania. Wir besuchten dort einige Casfeta-Gruppen. Nach einer anstrengenden Fahrt durch herrliche Landschaften und einer Pinkelpause unter afrikanischem Himmel, aber absolut hygienisch, trafen wir uns am Nachmittag auf dem riesigen Campus der Uni von Dodoma mit ca. 90 Casfeta-Leitern. Lea und Siggi stellten ein Leiterschaftskonzept vor: den Lernkreis und den "Huddle". Erstaunlich für uns war, dass Erick alles ins Kisuaheli übersetzen musste, und das bei Studenten! Der Länge nach war es eher eine Interpretation als eine Übersetzung. Da keine Tafel da war, wurden große Stücke Papier mit einer Art Uhu an die Wand geklebt. Dankbar über die Offenheit und Neugierde der Casfeta-Leiter verließen wir die Versammlung. Es benötigt nicht viel Technik, um die Herzen der Menschen zu erreichen. Nach einem sehr guten Abendessen (mit einem kühlen Bier) übernachteten wir in einem preiswerten, aber guten Hotel und genossen die Dusche. Am Sonntag nahmen wir an zwei großen Casfeta-Versammlungen teil, die sehr emotional und laut waren. Wir durften uns vorstellen und einige Worte sagen und spürten die Freude über unseren Besuch und die Dankbarkeit für die Unterstützung aus Deutschland. Für uns alle war die Zeit sehr beeindruckend. Nachdenklich und bewegt (nicht nur durch die vielen Schlaglöcher im Dala-Dala) fuhren wir wieder zurück nach Melela. In Tansania ist doch vieles ganz anders als bei uns. Liebe Grüße von Amy und der ganzen Gruppe

10.02.2016
20:23

2016-02-09 TZ Reisebericht

Jambo miteinander!
Am 7.2.2016 trafen wir uns um 6.30 Uhr am Flughafen Echterdingen. Nach einem kleinem Schreck  beim einchecken ( geänderte Gepäckbestimmungen der Fluggesellschaft) ging es los. Wir erlebten einen ruhigen Flug und wurden nach der Einreiseprozedur spät in der Nacht von Eric empfangen. Wir blieben bis zum nächsten Tag im Hotel und gewöhnten uns an die etwas höheren Temperaturen. Ausgeschlafen starteten wir mit einem gut beladenen Daladala Richtung Melela. Am späten Nachmittag erreichten wir die Schule und waren sehr überrascht: Das Gelände glich mehr einem kleinen Park als einem Schulgelände, alles war grün und blühte. Eine weitere Überraschung war die neue Halle, sie passt gut in das Gesamtbild und es wird eifrig an der Fertigstellung gearbeitet. Wir sind sehr dankbar über die gute Arbeit von Harald dem Architekten. Der Empfang war herzlich. Auf die  heißersehnte Dusche müssen wir seit drei Tagen aufgrund der defekten Wasserpumpe verzichten. Zum Glück bescherte uns die vorgezogene Regenzeit mit täglichen kräftigen Regengüssen volle Zisternen. Jetzt haben wir uns schon fast an die afrikanische Art der Eimerdusche mit Schöpfkelle gewöhnt. Die nächsten zwei Tage waren ein Ankommen und Planen. Nach der offiziellen Begrüßung am Dienstagabend mit allen Schülern folgte ein Kennenlernen der Lehrer. Heute starteten wir mit verschieden Workshops und wir haben das Gefühl, die Schüler sind mit Freude dabei. Wir sind sehr dankbar über unser Team, dass wieder sehr gut zusammen passt. Jetzt lockt uns der wundervolle Sternenhimmel nach draußen.
Liebe Grüße von uns allen
Rudi und Sue, Jan, Lea, Christian, Jule, Stefan, Siegbert und Irmgard

06.09.2015
20:54

Reisebericht vom 04.09.15

So, inziwschen ist es schon Freitag Morgen, denn ich konnte das Mail gestern doch nicht mehr abschicken, denn zuerst klappte es nicht so recht, dann war der Strom weg und dann kam Japhet mit einem Huhn als Geschenk – tja. Da blieb uns nichts and

So, inziwschen ist es schon Freitag Morgen, denn ich konnte das Mail gestern doch nicht mehr abschicken, denn zuerst klappte es nicht so recht, dann war der Strom weg und dann kam Japhet mit einem Huhn als Geschenk – tja. Da blieb uns nichts anderes übrig, als es zu schlachten und zu kochen. Also luden wir ihn kurzerhand ein und dazu noch Sarah´s Freundin, Joshi´s Freund und Filipo.

Obwohl das Huhn nach eineinhalb Stunden kochen immer noch zäh war (schätze mal, es war nicht mehr das Jüngste), und ich aus den wenigen Nahrungsmittelresten, die wir für heute noch übrig gelassen hatten irgendwas zusammenimprovisiert habe war es ein wunderschöner Abend. Nur schade, dass Tumayini nicht dabei sein konnte.

Übrigens hatte Alex gestern auch noch ein Gespräch mit dem Headmaster. Er kam darauf zu sprechen, dass eine English-speaking Primary School hier gut wäre. Er macht sich viele Gedanken über die Ausbildung seiner Kinder. Junis ist ja jetzt fast 5 und er will sie am Liebsten auf eine englisch-speaking Nursery und dann Primary school schicken. Denn auch er hat bemerkt, dass die Kinder, die in der Primary school schon Englisch haben nacher ganz anders durchstarten können in der Secondaryschool, da sie das Sprachproblem nicht haben und dadurch den Unterricht verstehen. Da musste ich an „Amy“ denken, wie Du bei unserem letzten Gespräch sagtest, das wäre Dein Traum. - ein guter Traum und wer weiß – vielleicht steht die Verwirklichung ja gar nicht so fern in den Sternen.

Außerdem befürwortert er auch sehr, Japhet auf die Weta zu schicken.

Da Alex letzte Woche schon mit Erik gesprochen hat und nun auch die prinzipielle Zusage des Headmasters kam, ist er freudestrahlend gegangen und hat sich ein Bewerbungsformular geholt. Natürlich ist es ein herber Verlust für die Schule in diesen Jahren seiner Ausbildung, aber Erik denkt daran, ihn (da er wohl finanziell unterstützt wird in dieser Zeit) für einige Jahre danach für diese Schule hier zu verpflichten.

Übrigens kann Japhet schon ein paar Lieder am Keybord begkeiten, das stimmt Siegbert. Das Problem ist nur, dass er eben noch nicht alle kann, die sie so singen, und dass er es letzten Sonntag komplett aus der Hand gegeben hat an einen, der einfach irgendwie darauf rumgeklimpert hat in einer Disonanz zum eigentlichen Gesang, dass es einem die Zähennägel aufgerollt hat. Alex hat ihm gesagt, dass er „tempted“ war, mit der Schere das Kabel durchzuschneiden - da hat Japhet gelacht. Alex hat ihn also gebeten, dass er entweder selber spielen oder schauen soll, dass der Andere es auch lernt. Ihr werdet es ja hören, wenn Ihr nächstes Jahr kommt und könnt dann selbst entscheiden, wie Ihr es weiter handhabt.

Einer der älteren Lehrer kam auch noch gestern auf Alex zu und bat um ein Meeting. Wenn ich es richtig verstanden habe ging es zum Einen darum, ob Deutschland nicht ein paar PC´s schicken könnte , aber Alex erklärte ihm, dass er denke, das sei prinzipiell wahrscheinlich schon möglich, aber er befürwort es nicht, denn mit der Hard- und Software sei es nicht getan, es brauche auch zumindest einen Menschen hier, der sich gut damit auskenne und die PC´s „pflege“, sonst ist nach einem halben Jahr alles wie zuvor.

Zunächst haben wir den Eindruck, dass man erst mal im Kleinen anfangen kann, Ressourcen zu recyclen und auf Dinge aufzupassen, und dann sehen, ob das auch im größeren Stil funktioniert. Z.B.: Plastikflaschen an zeltraler Stelle sammeln und dann einem mitgeben aus der Stadt, der sie weiterverkauft.anstatt sie auf die Müllhalde zu werfen wo das Feuer brennt. Oder aus diesem Haufen wo die Stuhlgestelle stehen die raus zu holen, die so weit noch gut sind und aus dem Haufen Holz ein paar passende Bretter sägen, die man darauf befestigt – schon braucht man einen Stuhl weniger zu kaufen. Alex hat daran mit Japhet gearbeitet. Sogar einer der Massai-Wärter hat freiwillig geholfen Schrauben zu sortieren.

Der andere Punkt des Lehrers war wohl etwas, was uns auch schon aufgefallen war: Dass viele Schüler nach dem Abschluss hier dann doch auf der Strasse stehen, weil die Noten oder das Geld eben doch nicht für ein Studium reichen. Zuerst dachte Alex, ob hier nicht im Anschluss so was wie eine Berufsausbildung möglich wäre (z. b. Berentete Berufschullehrer oder Handwerker wie z.B. Elektriker oder Schreiner, die 1-2 Jahre hier freiwillig investieren). Dann hörten wir von Weta – das ist wohl die staatliche Einrichtung für praktisch orientierte Leute - aber eben auch sie kostet Geld, genau so wie eine Berufsausbildung kosten würde. Der Lehrer nun meinte, was denn dagegen spräche, dass Japhet z.B.einige der Jungs in Form 4 in der Schulzeit unterrichtet, so dass sie nach dem Schulabschluss die Grundlage für ein Handwerk gelernt haben und sich somit selbständig machen können. Ein sehr guter Ansatz wie wir meinen, aber das müsst Ihr erst mal schauen, ob so was möglich wäre.

Jetzt hoffe ich, dass Alex bald aufsteht und das Mail endlich abschickt. Wir hören dann In D wieder voneinander. Herzliche warme Grüße aus Eurer Wahlheimat, Eure Eiseles

eres übrig, als es zu schlachten und zu kochen. Also luden wir ihn kurzerhand ein und dazu noch Sarah´s Freundin, Joshi´s Freund und Filipo.

Obwohl das Huhn nach eineinhalb Stunden kochen immer noch zäh war (schätze mal, es war nicht mehr das Jüngste), und ich aus den wenigen Nahrungsmittelresten, die wir für heute noch übrig gelassen hatten irgendwas zusammenimprovisiert habe war es ein wunderschöner Abend. Nur schade, dass Tumayini nicht dabei sein konnte.

Übrigens hatte Alex gestern auch noch ein Gespräch mit dem Headmaster. Er kam darauf zu sprechen, dass eine English-speaking Primary School hier gut wäre. Er macht sich viele Gedanken über die Ausbildung seiner Kinder. Junis ist ja jetzt fast 5 und er will sie am Liebsten auf eine englisch-speaking Nursery und dann Primary school schicken. Denn auch er hat bemerkt, dass die Kinder, die in der Primary school schon Englisch haben nacher ganz anders durchstarten können in der Secondaryschool, da sie das Sprachproblem nicht haben und dadurch den Unterricht verstehen. Da musste ich an „Amy“ denken, wie Du bei unserem letzten Gespräch sagtest, das wäre Dein Traum. - ein guter Traum und wer weiß – vielleicht steht die Verwirklichung ja gar nicht so fern in den Sternen.

Außerdem befürwortert er auch sehr, Japhet auf die Weta zu schicken.

Da Alex letzte Woche schon mit Erik gesprochen hat und nun auch die prinzipielle Zusage des Headmasters kam, ist er freudestrahlend gegangen und hat sich ein Bewerbungsformular geholt. Natürlich ist es ein herber Verlust für die Schule in diesen Jahren seiner Ausbildung, aber Erik denkt daran, ihn (da er wohl finanziell unterstützt wird in dieser Zeit) für einige Jahre danach für diese Schule hier zu verpflichten.

Übrigens kann Japhet schon ein paar Lieder am Keybord begkeiten, das stimmt Siegbert. Das Problem ist nur, dass er eben noch nicht alle kann, die sie so singen, und dass er es letzten Sonntag komplett aus der Hand gegeben hat an einen, der einfach irgendwie darauf rumgeklimpert hat in einer Disonanz zum eigentlichen Gesang, dass es einem die Zähennägel aufgerollt hat. Alex hat ihm gesagt, dass er „tempted“ war, mit der Schere das Kabel durchzuschneiden - da hat Japhet gelacht. Alex hat ihn also gebeten, dass er entweder selber spielen oder schauen soll, dass der Andere es auch lernt. Ihr werdet es ja hören, wenn Ihr nächstes Jahr kommt und könnt dann selbst entscheiden, wie Ihr es weiter handhabt.

Einer der älteren Lehrer kam auch noch gestern auf Alex zu und bat um ein Meeting. Wenn ich es richtig verstanden habe ging es zum Einen darum, ob Deutschland nicht ein paar PC´s schicken könnte , aber Alex erklärte ihm, dass er denke, das sei prinzipiell wahrscheinlich schon möglich, aber er befürwort es nicht, denn mit der Hard- und Software sei es nicht getan, es brauche auch zumindest einen Menschen hier, der sich gut damit auskenne und die PC´s „pflege“, sonst ist nach einem halben Jahr alles wie zuvor.

Zunächst haben wir den Eindruck, dass man erst mal im Kleinen anfangen kann, Ressourcen zu recyclen und auf Dinge aufzupassen, und dann sehen, ob das auch im größeren Stil funktioniert. Z.B.: Plastikflaschen an zeltraler Stelle sammeln und dann einem mitgeben aus der Stadt, der sie weiterverkauft.anstatt sie auf die Müllhalde zu werfen wo das Feuer brennt. Oder aus diesem Haufen wo die Stuhlgestelle stehen die raus zu holen, die so weit noch gut sind und aus dem Haufen Holz ein paar passende Bretter sägen, die man darauf befestigt – schon braucht man einen Stuhl weniger zu kaufen. Alex hat daran mit Japhet gearbeitet. Sogar einer der Massai-Wärter hat freiwillig geholfen Schrauben zu sortieren.

Der andere Punkt des Lehrers war wohl etwas, was uns auch schon aufgefallen war: Dass viele Schüler nach dem Abschluss hier dann doch auf der Strasse stehen, weil die Noten oder das Geld eben doch nicht für ein Studium reichen. Zuerst dachte Alex, ob hier nicht im Anschluss so was wie eine Berufsausbildung möglich wäre (z. b. Berentete Berufschullehrer oder Handwerker wie z.B. Elektriker oder Schreiner, die 1-2 Jahre hier freiwillig investieren). Dann hörten wir von Weta – das ist wohl die staatliche Einrichtung für praktisch orientierte Leute - aber eben auch sie kostet Geld, genau so wie eine Berufsausbildung kosten würde. Der Lehrer nun meinte, was denn dagegen spräche, dass Japhet z.B.einige der Jungs in Form 4 in der Schulzeit unterrichtet, so dass sie nach dem Schulabschluss die Grundlage für ein Handwerk gelernt haben und sich somit selbständig machen können. Ein sehr guter Ansatz wie wir meinen, aber das müsst Ihr erst mal schauen, ob so was möglich wäre.

Jetzt hoffe ich, dass Alex bald aufsteht und das Mail endlich abschickt. Wir hören dann In D wieder voneinander. Herzliche warme Grüße aus Eurer Wahlheimat, Eure Eiseles

Reisebericht vom 29.08.15

Hallo Ihr Lieben!

Endlich haben wir den Computer ausgepackt und deshalb kommt jetzt auch mal ein Beitrag von uns vier Eiseles: Alex, 44, Lehrer und Allroundtalent; Jutta, 45, Heilpraktikerin; Sarah, noch 15 und ab September 11. Klasse; Joshua, 13 und fast 8. Klasse.

Letzten Sonntag sind wir von Melela (Schulstandort) mit dem "Daladala" (Minibus) nach Morogoro (nächste Stadt) nahe dem Ulugulu (Berg) gefahren. Ihr seht also, Kiswahili ist ganz einfach.

Obwohl wir zunächst etwas traurig waren, dass unsere Gruppe nur aus unserer Familie besteht, sind wir nun doch ganz dankbar, denn unsere Kids haben super Kontakt gefunden zu den Jungs und Mädels hier, was wahrscheinlich etwas anders gewesen wäre, wenn noch andere junge Deutsche hier wären.

Zum Teil gehen sie in den Unterricht und ansonsten sizen sie viel beieinander, einfach zum Reden, bei Workshops, beim Essen...

Leider sprechen viele der 8.- und 9.- Klässler noch nicht gut Englisch, da sie bis zur 7. Klasse ausschließlich in Kiswahili unterrichtet werden. Da ab der 8. Klasse dann aber der ganze Unterricht auf einmal fast komplett auf Englisch unterrichtet wird, haben viele massive Probleme.

Vor 3 Tagen hatte der Generator einen "Schwächeanfall" und dann hat auch noch die Wasserpumpe den Geist aufgegeben. Mittlerweile funktioniert alles wieder - mal sehen wie lange. Alex macht das Reparieren und die Zusammenarbeit mit Japhet (Hausmeister) große Freude. Wir haben auch schon bei einigen Lehrern den Unterricht besucht, und viele sind sehr willig, Neues zu hören. Die Schulsysteme sind sehr unterschiedlich, auch die Art der Bestrafung. Aufgewühlt hat uns, dass es im Schulsystem Tanzanias wohl üblich ist, Kinder mit schlechten Klassenarbeitsergebnissen mit dem Stock nach draußen zu treiben und sie dort dann noch einige Zeit knien zu lassen. Wir haben das Gespräch zu jenem Lehrer gesucht und (auf Anraten Eriks) gefragt, was er denn tue, damit die Kinder dann wissen, was denn richtig gewesen wäre. Dabei haben wir einfließen lassen, dass der Lehrer in Deutschland z.B. nach Ausgabe der Klassenarbeiten eine Besprechung macht und dabei erklärt, welches die richtige Antwort gewesen wäre und warum. Wer weiß, vielleicht nimmt er es sich ja zu Herzen.

Was uns sehr freut und zum Teil auch beschämt ist zum Einen die Genügsamkeit und zum Anderen das geistliche Leben hier.

Freitags fasten viele Kinder 24 Stunden und treffen sich während der Essenszeit zum Beten. Aber damit noch nicht genug: Abends wird dann weitergebetet und gesungen bis in den frühen Morgen (Alex hat sie noch um halb vier in der Frühe gehört).

Gestern waren es ca. 180 (von insgesamt ca. 280) und das, obwohl Freitag einer der Tage ist, wo es ein kleines Stückchen Fleisch (seeeehr beliebt!) gibt.

Es gibt immer was zu tun, mal machen wir Besuche (Saningo Familie, Krankenschwester...), dann sind wieder "Workshops" (z.B. Flöte lernen, Reparieren, PC,  Holzarbeit, Erste Hilfe...) oder Ausflüge (Massaimarkt, Stadt, heute Safari!) an der Reihe.

Der Bau (Küche und Mensa) geht langsam aber stetig voran, dank den fleißigen Bauarbeitern und Harald, dem Schweizer Architekten. Mit ihm werden wir uns morgen etwas länger treffen.

So viel für heute, alles Liebe Eure Eiseles

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