T3BLOG

27.02.2014
07:38

Reisebericht vom 27.2.2014

JAMBO! Nun sind wir wirklich in Tansania angekommen, unsere Seele hat ein bisschen Zeit gebraucht, bis sie nachgekommen ist. Deshalb erst heute der erste Bericht. Im Gästehaus fühlen wir uns alle sehr wohl, an die Hitze müssen wir uns noch gewöhnen. Tumaini bekocht uns wunderbar mit Reis und herrlichem Gemüse. Heute waren Traute, Gerda, Tumaini und ich in Morogoro auf dem Markt. Wir bestaunten die köstlichen Früchte, das frisches Gemüse, die duftenden Gewürze und Bohnenkerne in allen Farben und Größen, Kleider, Schuhe, Töpfe, Pfannen, Berge von stinkenden winzigen Trockenfischlein... wie gut, dass uns Tumaini beim Einkaufen half, wir wären restlos überfordert. An der Schule wurden wir schon von vielen Schülern und Lehrern herzlich begrüßt, schön, dass noch einige "alte" Lehrer da sind. Heute Abend ist unser offizieller welcome, wir müssen uns dazu in Schale werfen. Die Männer sind schon eifrig bei der Arbeit. Willi und Michael sind mit Japhet, dem Hausmeister auf dem Schulgelände tätig mit Reparaturen und bereiten die Regale für die Klassenzimmer vor. Japhet weicht nicht von ihrer Seite. Wir haben einen sehr guten Eindruck von ihm, er hält alles topp in Schuss und ist sogar kreativ tätig mit Schilder malen. Vor unserem Gästehaus hängt ein Schild am Baum: WELLCOME OUR VISITORS. Rolf und Siggi haben die Solaranlage unter die Lupe genommen und einiges in Ordnung bringen können. Jetzt gerade repariert Rolf die Schublade an unserem Küchenschrank, die so schrecklich klemmt. Gestern Abend haben wir unter einem glitzernden Sternenhimmel unseren ersten Schokoladenpudding genossen mit einem Schuss... Der Wasserturm ist fast fertig, nächste Woche können wir mit der Installation beginnen. Er steht direkt vor dem Gästehaus und ist einige Meter höher als der alte, von oben hat man eine wunderbare Aussicht über das ganze Schulgelände. Mit Erick konnten wir ein erstes Gespräch führen und unsere wichtigsten Anliegen für unseren Aufenthalt durchsprechen. Zuerst aber sind wir am Schauen und Beobachten, Kennenlernen und Staunen. Gerda und Traute haben Tagetes und Artemisia in kleine Töpfchen gesät, wir wollen Tumaini`s Interesse für diese wunderbare Heilpflanzen gewinnen. Wir sind ein gutes Team, jeder bringt seine Gaben ein. Wir danken Gott, dass wir alle gesund sind und die Umstellung so gut verkraftet haben. Wir freuen uns sehr über Nachrichten aus "Ugerumani"! Seid herzlich gegrüßt mit einem Mungu akubariki - Gott befohlen eure AMY und das ganze Team

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Reisebericht vom 29.08.15

Hallo Ihr Lieben!

Endlich haben wir den Computer ausgepackt und deshalb kommt jetzt auch mal ein Beitrag von uns vier Eiseles: Alex, 44, Lehrer und Allroundtalent; Jutta, 45, Heilpraktikerin; Sarah, noch 15 und ab September 11. Klasse; Joshua, 13 und fast 8. Klasse.

Letzten Sonntag sind wir von Melela (Schulstandort) mit dem "Daladala" (Minibus) nach Morogoro (nächste Stadt) nahe dem Ulugulu (Berg) gefahren. Ihr seht also, Kiswahili ist ganz einfach.

Obwohl wir zunächst etwas traurig waren, dass unsere Gruppe nur aus unserer Familie besteht, sind wir nun doch ganz dankbar, denn unsere Kids haben super Kontakt gefunden zu den Jungs und Mädels hier, was wahrscheinlich etwas anders gewesen wäre, wenn noch andere junge Deutsche hier wären.

Zum Teil gehen sie in den Unterricht und ansonsten sizen sie viel beieinander, einfach zum Reden, bei Workshops, beim Essen...

Leider sprechen viele der 8.- und 9.- Klässler noch nicht gut Englisch, da sie bis zur 7. Klasse ausschließlich in Kiswahili unterrichtet werden. Da ab der 8. Klasse dann aber der ganze Unterricht auf einmal fast komplett auf Englisch unterrichtet wird, haben viele massive Probleme.

Vor 3 Tagen hatte der Generator einen "Schwächeanfall" und dann hat auch noch die Wasserpumpe den Geist aufgegeben. Mittlerweile funktioniert alles wieder - mal sehen wie lange. Alex macht das Reparieren und die Zusammenarbeit mit Japhet (Hausmeister) große Freude. Wir haben auch schon bei einigen Lehrern den Unterricht besucht, und viele sind sehr willig, Neues zu hören. Die Schulsysteme sind sehr unterschiedlich, auch die Art der Bestrafung. Aufgewühlt hat uns, dass es im Schulsystem Tanzanias wohl üblich ist, Kinder mit schlechten Klassenarbeitsergebnissen mit dem Stock nach draußen zu treiben und sie dort dann noch einige Zeit knien zu lassen. Wir haben das Gespräch zu jenem Lehrer gesucht und (auf Anraten Eriks) gefragt, was er denn tue, damit die Kinder dann wissen, was denn richtig gewesen wäre. Dabei haben wir einfließen lassen, dass der Lehrer in Deutschland z.B. nach Ausgabe der Klassenarbeiten eine Besprechung macht und dabei erklärt, welches die richtige Antwort gewesen wäre und warum. Wer weiß, vielleicht nimmt er es sich ja zu Herzen.

Was uns sehr freut und zum Teil auch beschämt ist zum Einen die Genügsamkeit und zum Anderen das geistliche Leben hier.

Freitags fasten viele Kinder 24 Stunden und treffen sich während der Essenszeit zum Beten. Aber damit noch nicht genug: Abends wird dann weitergebetet und gesungen bis in den frühen Morgen (Alex hat sie noch um halb vier in der Frühe gehört).

Gestern waren es ca. 180 (von insgesamt ca. 280) und das, obwohl Freitag einer der Tage ist, wo es ein kleines Stückchen Fleisch (seeeehr beliebt!) gibt.

Es gibt immer was zu tun, mal machen wir Besuche (Saningo Familie, Krankenschwester...), dann sind wieder "Workshops" (z.B. Flöte lernen, Reparieren, PC,  Holzarbeit, Erste Hilfe...) oder Ausflüge (Massaimarkt, Stadt, heute Safari!) an der Reihe.

Der Bau (Küche und Mensa) geht langsam aber stetig voran, dank den fleißigen Bauarbeitern und Harald, dem Schweizer Architekten. Mit ihm werden wir uns morgen etwas länger treffen.

So viel für heute, alles Liebe Eure Eiseles

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