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13.08.2015
21:04

Melela 13. August 2015 Tansania News

Melela13. August 2015TansaniaNews.LiebeFreunde,esliegen wieder ereignisreiche Tage hinter uns. Existentiellbeschäftigt hat uns der Wassermangel an der Schule. Als gestern einereparierte Ersatzpumpe ihren Dienst aufnehmen sollte, hat diese auchnur minutenlang funktioniert. Unsere Tanks im Haus waren komplettleer. Das Wasser kam in Kanistern und war knapp bemessen. Wirmussten unseren Wasserverbrauch auf das Notwendigste begrenzen und haben nun gelernt, wie man mit wenigen Litern Wasser an einem Tagauskommen kann. Wasserist ein kostbares Gut, das wir viel zu gedankenlos täglichgebrauchen und verschwenden.Erickkam gesundheitlich angeschlagen hier an. Seit Tagen leidet er untereiner schweren Malaria, wie er meinte. Seit heute wissen wir, dass erTyphus hat und es ist gut, nun die Ursache zu kennen, weil er nunwenigstens die richtigen Medikamente bekommt. Er sollte eigentlich imBett liegen, ist aber wenigstens halbtags auf den Beinen, um dasNötigste zu erledigen.DieWorkshops nachmittags machen allen viel Spaß: Taschen basteln,Jonglieren, Riesenmikado, Tischtennis, Cajon bauen und miteinanderMusik machen, Englisch- nachilfe im Freiluftklassenzimmer odereinfach Zeit haben für Gespräche... Wir bringen Freude undwillkommene Abwechslung an die Schule. Gestern Abend durften wir denWorship mitgestalten. Unser Song (Prince of Peace) kam gut an und dieSchüler stiegen schnell mit ein. Die Geschichte von Zachäus, oder “wie kann ich zu Gott finden?“, kam lebendig rüber, aber ein Teilder Schüler dämmerte zu später Stunde weg ins Reich der Träume.Beim Anspiel “ Wie reagieren Menschen auf das Klopfen von Jesus anihre Tür“ waren dann aber alle wieder wach. Als „Jesus“ (Ingo)nach mehreren Abfuhren doch noch eine offene Tür fand und mit einemherzlichen „Karibu“ von Daniel willkommen geheißen wurde, wardie Begeisterung groß.Heute(Donnerstag) war für den weiblichen Teil unseres TeamsEinkaufsbummel mit Tumaini in Morogoro angesagt. Schöne Tücher,Schmuck, Malereien, dazwischen Eis und Burger bei Ricky`s Cafe undzum Schluss noch 10 Tüten mit frischem Obst und Gemüse und anderenNahrungsmitteln einkaufen, ließen den Nachmittag wie im Flugvergehen. Siegfried hatte in der Zeit ein wichtiges Treffen mit denVerantwortlichen von TAYOMI – dem „Executive Comittee“ imOffice. Wir teilten miteinander die Freuden und Herausforderungen,den ein so weit vernetztes Werk mit sich bringt. Eine wichtige Fragewar, wie für die Finanzierung von TAYOMI in Zukunft noch stärker Spender aus Tansania gewonnen werden können. Beider Heimfahrt durften wir Afrika von seiner freundlichen und schönenSeite erleben. Zuerst wartete der Dalla Dalla Fahrer eine halbeStunde auf uns bis wir endlich da waren. Dann hielt er auf offenerStrecke spontan an als er merkte, dass Christa vergeblich versuchtebei ruckeliger Fahrt den blutroten Sonnenuntergang zu fotografieren.Zeit für Fotoshooting und alle fanden es einfach lustig. Wiederzuhause begrüßte uns Ingo strahlend und himmlisch duftend. Eineneue Pumpe war heute eingesetzt worden und wir haben nun wiederfrisches fließendes Wasser. Halleluja. Auch die Temperaturen hiersind mehr als angenehm. Eben meinte einer: „Tür zu es wird kalt“.Also Ihr seht, es geht uns gut. Wir spüren wie die Tage wenigerwerden und wollen die Zeit noch gut nutzen.Munguakubariki (Gott segne Euch) und Asante sana (vielen Dank) für EureGebete und für alle Unterstützung für die wertvolle Arbeit hier.Grüße vom ganzen Team undSiegfried(writer)

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Reisebericht vom 29.08.15

Hallo Ihr Lieben!

Endlich haben wir den Computer ausgepackt und deshalb kommt jetzt auch mal ein Beitrag von uns vier Eiseles: Alex, 44, Lehrer und Allroundtalent; Jutta, 45, Heilpraktikerin; Sarah, noch 15 und ab September 11. Klasse; Joshua, 13 und fast 8. Klasse.

Letzten Sonntag sind wir von Melela (Schulstandort) mit dem "Daladala" (Minibus) nach Morogoro (nächste Stadt) nahe dem Ulugulu (Berg) gefahren. Ihr seht also, Kiswahili ist ganz einfach.

Obwohl wir zunächst etwas traurig waren, dass unsere Gruppe nur aus unserer Familie besteht, sind wir nun doch ganz dankbar, denn unsere Kids haben super Kontakt gefunden zu den Jungs und Mädels hier, was wahrscheinlich etwas anders gewesen wäre, wenn noch andere junge Deutsche hier wären.

Zum Teil gehen sie in den Unterricht und ansonsten sizen sie viel beieinander, einfach zum Reden, bei Workshops, beim Essen...

Leider sprechen viele der 8.- und 9.- Klässler noch nicht gut Englisch, da sie bis zur 7. Klasse ausschließlich in Kiswahili unterrichtet werden. Da ab der 8. Klasse dann aber der ganze Unterricht auf einmal fast komplett auf Englisch unterrichtet wird, haben viele massive Probleme.

Vor 3 Tagen hatte der Generator einen "Schwächeanfall" und dann hat auch noch die Wasserpumpe den Geist aufgegeben. Mittlerweile funktioniert alles wieder - mal sehen wie lange. Alex macht das Reparieren und die Zusammenarbeit mit Japhet (Hausmeister) große Freude. Wir haben auch schon bei einigen Lehrern den Unterricht besucht, und viele sind sehr willig, Neues zu hören. Die Schulsysteme sind sehr unterschiedlich, auch die Art der Bestrafung. Aufgewühlt hat uns, dass es im Schulsystem Tanzanias wohl üblich ist, Kinder mit schlechten Klassenarbeitsergebnissen mit dem Stock nach draußen zu treiben und sie dort dann noch einige Zeit knien zu lassen. Wir haben das Gespräch zu jenem Lehrer gesucht und (auf Anraten Eriks) gefragt, was er denn tue, damit die Kinder dann wissen, was denn richtig gewesen wäre. Dabei haben wir einfließen lassen, dass der Lehrer in Deutschland z.B. nach Ausgabe der Klassenarbeiten eine Besprechung macht und dabei erklärt, welches die richtige Antwort gewesen wäre und warum. Wer weiß, vielleicht nimmt er es sich ja zu Herzen.

Was uns sehr freut und zum Teil auch beschämt ist zum Einen die Genügsamkeit und zum Anderen das geistliche Leben hier.

Freitags fasten viele Kinder 24 Stunden und treffen sich während der Essenszeit zum Beten. Aber damit noch nicht genug: Abends wird dann weitergebetet und gesungen bis in den frühen Morgen (Alex hat sie noch um halb vier in der Frühe gehört).

Gestern waren es ca. 180 (von insgesamt ca. 280) und das, obwohl Freitag einer der Tage ist, wo es ein kleines Stückchen Fleisch (seeeehr beliebt!) gibt.

Es gibt immer was zu tun, mal machen wir Besuche (Saningo Familie, Krankenschwester...), dann sind wieder "Workshops" (z.B. Flöte lernen, Reparieren, PC,  Holzarbeit, Erste Hilfe...) oder Ausflüge (Massaimarkt, Stadt, heute Safari!) an der Reihe.

Der Bau (Küche und Mensa) geht langsam aber stetig voran, dank den fleißigen Bauarbeitern und Harald, dem Schweizer Architekten. Mit ihm werden wir uns morgen etwas länger treffen.

So viel für heute, alles Liebe Eure Eiseles

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